Buch, Deutsch, Italienisch, Band 6, 56 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 300 mm, Gewicht: 410 g
Reihe: Veröffentlichungen der Kommission für Kunstgeschichte
Das Jüngste Gericht in der Sixtinischen Kapelle
Buch, Deutsch, Italienisch, Band 6, 56 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 300 mm, Gewicht: 410 g
Reihe: Veröffentlichungen der Kommission für Kunstgeschichte
ISBN: 978-3-7001-3487-9
Verlag: Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften
Wie wenige andere Kunstwerke der abendländischen Geschichte wurde Michelangelos Jüngstes Gericht in der Sixtinischen Kapelle des Vatikans immer wieder als eine Herausforderung empfunden; von allem Anfang an hat es verschiedenartige Fragen aufgeworfen. Erst vor wenigen Jahren wurde es in einer Publikation der päpstlichen Universität Gregoriana als theologisch problematisch bezeichnet, weil nach christlicher Auffassung am Ende das göttliche Erbarmen stehe, während Michelangelos Weltenrichter als verdammender dargestellt ist. Auch die Tatsache, daß das Weltgericht normalerweise seinen Platz am Eingang in der Kirche hatte, nicht aber auf der Altarwand, bedurfte einer Erklärung. So stellt sich letztlich die Frage nach dem politischen oder kirchenpolitischen Anlass für die Entscheidung von Papst Clemens VII., das Jüngste Gericht in dieser Form und an dieser Stelle durch Michelangelo gestalten zu lassen.




