Fischer / Riedesser | Lehrbuch der Psychotraumatologie | Buch | 978-3-8252-8165-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 432 Seiten, BC, Format (B × H): 173 mm x 239 mm, Gewicht: 823 g

Fischer / Riedesser

Lehrbuch der Psychotraumatologie


Auflage / Nachdruck geplant für 11.05.2020
ISBN: 978-3-8252-8165-6
Verlag: UTB GmbH

Buch, Deutsch, 432 Seiten, BC, Format (B × H): 173 mm x 239 mm, Gewicht: 823 g

ISBN: 978-3-8252-8165-6
Verlag: UTB GmbH


Seelische Verletzungen, ihre Ursachen und Folgen, Prävention, Rehabilitation und therapeutische Möglichkeiten – von diesen Fragen und Problemen handelt dieses Standardwerk der Psychotraumatologie.

Die Autoren stellen ein allgemeines Verlaufsmodell vor, analysieren die Unterschiede
des individuellen Traumaerlebens sowie spezielle traumatisierende Situationen. Verschiedene Therapieformen (psychodynamisch, verhaltenstherapeutisch, EMDR) werden erklärt und kritisch eingeordnet.

Neu in der 4. Auflage: ICD-Störungsbilder im Kontext psychotraumatischer Ätiologie, zielgruppenorientierte Intervention als sekundäre Prävention und ein Ausblick, wie die Psychotraumatologie in einem neuen Studienfach Psychotherapiewissenschaft
in der universitären Ausbildung optimal verankert werden kann.

Dieser Titel ist nicht als Dozenten-Freiexemplar erhältlich.

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Zielgruppe


Psychotherapie / Klinische Psychologie

Weitere Infos & Material


Aufbau des Lehrbuchs und Hinweise für die Lektüre 9
TEIL I: Allgemeine Psychotraumatologie
1 Einführung 15
1.1 Psychotraumatologie als Forschungs- und Praxisfeld 15
1.1.1 Psychisches Trauma als ätiologische Kategorie 19
1.2 Seelische und körperliche Verletzungen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede 22
1.3 Zur Geschichte der Psychotraumatologie 31
1.3.1 Naturgeschichte der Psychotraumatologie 32
1.3.2 Wissenschaftsgeschichte der Psychotraumatologie 34
1.4 Diagnostik als „Momentaufnahme“: Syndrome der allgemeinen und speziellen Psychotraumatologie 43
2 Situation, Reaktion, Prozess – ein Verlaufsmodell der psychischen Traumatisierung 61
2.1 Zur Phänomenologie der traumatischen Situation 67
2.2 Der Riss zwischen Individuum und Umwelt: Peritraumatische Erfahrung im Modell des „Situationskreises“ 76
2.2.1 Pathogenese des psychischen Traumas 87
2.2.2 Zur Psychobiologie der peritraumatischen Erfahrung 91
2.3 Fassen des Unfasslichen – die traumatische Reaktion 95
2.4 Anpassung an das Trauma: Strukturveränderungen im traumatischen Prozess 100
2.4.1 Struktur und Dynamik des traumatischen Prozesses 101
2.4.2 Idiographische Untersuchung traumatischer Prozessverläufe 104
2.4.3 Kontrolloperationen und Strukturveränderung im traumatischen Prozess 111
2.4.4 Psychobiologie des traumatischen Prozesses 118
2.5 Zusammenfassung von Kapitel 2: Das Verlaufsmodell der psychischen Traumatisierung in seinen wichtigsten Implikationen 127
3 Differenzielle Psychotraumatologie: Erforschung von Traumafolgen nach dem Verlaufsmodell 133
3.1 Objektiver Zugang zum Trauma 135
3.1.1 Typologie traumatischer Situationen 135
Schweregrad 135
Häufung traumatischer Ereignisse oder Umstände 137
Mittelbare vs. unmittelbare Betroffenheit 137
Gesichtspunkt der Verursachung 138
Verhältnis zwischen Täter und Opfer 138
Klinisch relevante Situationsdynamiken 139
3.1.2 Situationstypologie im Tierversuch 140
3.2 Subjektiver Zugang zum Trauma 145
3.2.1 Subjektive Disposition: Die Erwartung des Unerwartbaren 145
Aktuelle Disposition 145
Überdauernde Dispositionen 146
Protektive Faktoren 146
Risikofaktoren 147
Differenzielle physiologische Dispositionen 149
3.2.2 Abwehr-, Coping- und Persönlichkeitsstile 150
3.2.3 Motivation und Triebdispositionen 153
3.3 Differenzieller Verlauf der traumatischen Reaktion und des traumatischen Prozesses 155
3.3.1 Direkte Folgen des Traumas 155
3.3.2 Differenzielle Betrachtung der mittelbaren Folgen 167
3.4 Forschungsstrategien der Psychotraumatologie 169
3.4.1 Methodenintegration am Beispiel der Deprivationsforschung 173
3.4.2 Forschungsdesigns der Psychotraumatologie 185
3.4.3 Untersuchungsinstrumente 188
4 Traumatherapie 194
4.1 Sozialpsychologische Abwehrprozesse bei Erforschung und Therapie psychischer Traumatisierung 194
4.2 Krisenintervention 201
4.3 Gesichtspunkte der postexpositorischen Traumatherapie 202
4.3.1 Regeln für die Traumatherapie 206
4.3.2 Psychodynamisch orientierte Ansätze der Traumatherapie 210
4.3.3 Verfahren der Verhaltenstherapie 218
4.4 Prinzipien der Psychotherapie traumatischer Prozesse 220
4.5 Psychotraumatologisch fundierte Psychotherapie (PFP) 234
4.5.1 Trauma-Akuttherapie nach der MPTT 240
4.6 Psychopharmakotherapie 244
5 Prävention 247
TEIL II: Spezielle Psychotraumatologie
6 Holocaust 254
7 Folter und Exil 261
8 Kindheitstrauma 270
8.1 Risikofaktoren und protektive Faktoren in der Kindheitsentwicklung 274
8.2 Situation – Reaktion – Prozess: Das Kindheitstrauma im Verlaufsmodell 276
8.3 Traumatherapie bei Kindern 279
8.4 Sexueller Kindesmissbrauch 281
8.4.1 Soziodynamik und psychotraumatologische Abwehrprozesse beim Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs 283
8.4.2 Gedächtnisforschung und die sog. „False-Memory“-Bewegung 284
8.4.3 Traumatische Situationsfaktoren und symptomatische Folgen 287
8.4.4 Täterprofile und Familiendynamik 292
8.4.5 Glaubhaftigkeitskriterien kindlicher Zeugenaussagen 295
8.4.6 Traumatischer Prozess und Langzeitfolgen 296
8.4.7 Psychotherapie 302
8.4.8 Transgenerationale Weitergabe im traumatischen Prozess 309
8.4.9 Prävention 310
8.5 Auswirkung von Kriegsereignissen auf Kinder 312
9 Vergewaltigung 317
10 Gewaltkriminalität 325
Objektive Situationsfaktoren 326
Dissoziatives Erleben in der traumatischen Situation 327
Symptomverbreitung und –ausprägung 327
Psychotraumatisches Belastungssyndrom bei Gewaltopfern:

Häufigkeit, Verlauf, Formen 331
Risikofaktoren für die Entwicklung langfristiger Symptome und Beschwerden 332
Praxis im Kölner Opferhilfe Modell 337
Auszüge aus dem Text der Informationsbroschüre für Gewaltopfer
aus dem Kölner Opferhilfe Modell 337
11 Arbeitslosigkeit als psychisches Trauma 341
12 Lebensbedrohliche Erkrankung als Faktor psychischer Traumatisierung 349
13 Mobbing 355
Glossar 363
Literaturverzeichnis 380
Sachregister 403


Riedesser, Peter
Riedesser studierte in Freiburg im Breisgau Medizin und war ab 1979 Arzt an der Kinderklinik der Universitätsklinik Freiburg. 1984 schloss er seine Facharztausbildung als Kinder- und Jugendpsychiater ab, 1988 beendete er seine psychoanalytische Ausbildung und erwarb die Zusatztitel „Psychotherapeut“ und „Psychoanalytiker“. Im gleichen Jahr habilitierte er sich. Er leitete als Oberarzt die psychosomatische Abteilung der Freiburger Universitäts-Kinderklinik und folgte 1991 einem Ruf an die Univers

Fischer, Gottfried
Gottfried Fischer (verstorben) war ein deutscher Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Er war bis 2009 Professor für Klinische Psychologie an der Universität zu Köln und war zuletzt Direktor des Instituts für Psychologie und Psychotherapiewissenschaft (IPPTW) der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Prof. Dr. Gottfried Fischer ist Direktor des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität zu Köln und Forschungsleiter des Deutschen Instituts für Psychotraumatologie. Er veröffentlicht zahlreiche wissenschaftliche Fachartikel und Bücher und leitet seit vielen Jahren bundesweit Projekte zur Direkthilfe für Gewalt- und Unfallopfer.



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