Buch, Deutsch, 312 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 455 g
Reihe: Forschung psychosozial
Buch, Deutsch, 312 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 455 g
Reihe: Forschung psychosozial
ISBN: 978-3-8379-2335-3
Verlag: Psychosozial-Verlag
Trotz Aufklärung und Emanzipation stellt sich in vielen Familien mit der Geburt des ersten Kindes ein »Traditionalisierungsschub« ein – die Frau bleibt zu Hause, der Mann verdient das Geld. Gemeinsam für Kinder, Hausarbeit und Einkünfte zuständig zu sein, ist eine Herausforderung für Eltern. Dennoch profitieren oft sowohl die Eltern als auch die Kinder davon. Wie verändern sich Geschlechterbilder dadurch? Wie sehen typische Konflikte in der Paarbeziehung und in der Familie aus? Die gleichberechtigte Arbeitsteilung der Eltern kann zur Bereicherung der Rollenverständnisse der Kinder führen: Der Entwurf von Männlichkeit wird um Aspekte wie Fürsorge und familiale Verantwortung erweitert, Mütterlichkeit und kontinuierliche Berufstätigkeit stellen keinen Widerspruch mehr dar.
Die Autorin legt eine differenzierte psychoanalytisch orientierte empirische Studie vor, in der sowohl Eltern als auch Kinder zu Wort kommen. Innere, oft unbewusste Bindungen an traditionelle Geschlechterbeziehungen werden ebenso deutlich wie die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen ihrer Neugestaltungen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Inhalt
Geschlechtsbezogene Arbeitsteilungen in Familien – Vorbemerkungen
Zur Studie
Teil I: Geteilte Elternschaft und Dynamiken in Paarbeziehungen
1 Anfänge
Motive fu¨r eine in der Paarbeziehung geteilte Elternschaft
Geburtserleben und Paarbeziehung
Übergang zur Elternschaft als bedeutsame Phase fu¨r Mu¨tter und Väter
Die Herausforderungen geteilter Elternschaft
2 Weichenstellungen nach der Geburt
Traditionalisierungsdynamiken in Familien mit geteilter Elternschaft: Ru¨ckzugstendenzen des Vaters, Dominanz der Mutter und Veränderungsprozesse – Herr und Frau Ahrens
Problemfelder geteilter Elternschaft und Gestaltungsmöglichkeiten
3 Umgehensweisen mit den durch das Neugeborene ausgelösten Gefu¨hlen
Traditionalisierungsdynamiken
Gleichgewichtige Beziehungsgestaltungen
4 Umgehensweisen mit Stillsituationen
Stillen und geteilte Elternschaft
Stillen als Norm und herausgehobene Beziehungserfahrung
Traditionalisierungsdynamiken
Konkurrenzdynamiken
Gleichgewichtige Beziehungsgestaltungen
5 Weitere Entwicklungen in den Beziehungen zu den Kindern
Unterschiedliche Muster 75
Sich verfestigende Ungleichheiten in den Aufgabenverteilungen, Dauerkonflikte in der Paarbeziehung und Bedeutung geschlechtsbezogener Orientierungsmuster – Frau Voigt-Berg und Herr Voigt
Gleichgewichtige Aufgabenverteilungen – Frau Albers und Herr Möller
6 Bedeutung gesellschaftlicher Bilder von der guten Mutter
Bedeutung normativer Mutterbilder in Familien, in denen beide erwerbstätig und fu¨r Familienarbeiten zuständig sind
Bedeutung normativer Mutterbilder bei vollzeitiger Erwerbstätigkeit der Frauen und Zuständigkeit der Männer fu¨r Familienarbeiten
Relativierung mu¨tterlicher Bedeutsamkeit
7 Konfliktfeld Hausarbeit
Hausarbeit in Paarbeziehungen
Konfliktfeld Hausarbeit in Familien mit Hauptzuständigkeit der Männer und vollzeitiger Erwerbstätigkeit der Frauen – Herr Rennert und Frau Ebert
Ähnliche Muster: Herr Binder, zuständig fu¨r Familienarbeiten, und Frau Binder, vollzeiterwerbstätig
Bewusste Konfliktvermeidung durch das Bemu¨hen, traditionelle Verhältnisse in einer nichttraditionellen Lebensform aufrechtzuerhalten: Herr Scholz, zuständig fu¨r Familienarbeiten, und Frau Scholz-Arndt, vollzeiterwerbstätig
Konfliktfeld Hausarbeit in Familien, in denen beide erwerbstätig und fu¨r Familienarbeiten zuständig sind
8 Geteilte Elternschaft und Dynamiken in Paarbeziehungen – Resu¨mee
Teil II: Geteilte Elternschaft, Geschlecht und Sozialisation
1 Geschlecht und Sozialisation in einer Familie mit nichttraditioneller Arbeitsteilung: Vollzeiterwerbstätigkeit der Mutter und Zuständigkeit des Vaters fu¨r Familienarbeiten – Herr Scholz, Frau Scholz-Arndt, der Sohn Andreas und die Tochter Mona
Familiensituation
Ein nach Geschlechtern differenzierter Blick auf die Kinder: Sohn und Tochter als einander polar Entgegengesetzte
Der Sohn
Die Tochter
Geschlecht und Sozialisation in einer Familie, in der die Mutter vollzeiterwerbstätig und der Vater fu¨r Familienarbeiten zuständig ist – Resu¨mee
2 Entwicklungen von Töchtern in Familien mit geteilter Elternschaft – Potenzielle Problembereiche und erweiterte Möglichkeiten
Aktivitäten mit der Tochter in der Kindheit – Geschlechtsbezogene Differenzierungen und Zuordnungen
Körperliche und emotionale Nähe in Vater-Tochter- und Mutter-Tochter-Beziehungen
Mutter-Tochter-Verstrickungen und Entlastungen durch das Andere des Vaters – Verena Carstens und ihre Eltern
Mutter-Tochter-Beziehungen und Potenziale einer in der Paarbeziehung geteilten Elternschaft
Die Tochter als emotionale Unterstu¨tzerin des Vaters – Verfu¨hrungen in Vater-Tochter-Beziehungen und die Bedeutung der Beziehung zur Mutter
Adoleszenz, Körperlichkeit und Sexualität von Töchtern in Familien mit geteilter Elternschaft
Entwicklungen von Töchtern in Familien mit geteilter Elternschaft – Resu¨mee
3 Entwicklungen von Söhnen in Familien mit geteilter Elternschaft – Potenzielle Problembereiche und erweiterte Möglichkeiten
Verbundenheit in Vater-Sohn-Beziehungen und die Bedeutung gemeinsamer Zeit
Emotionale Offenheit und körperliche Nähe in Vater-Sohn- und Mutter-Sohn-Beziehungen
Vater-Sohn-Aktivitäten und der Wunsch, sich einer gemeinsamen Männlichkeit zu versichern
Herr Voigt, Frau Voigt-Berg und der Sohn Manuel – Emotionale Öffnung des Vaters als Prozess der Selbstveränderung
Sven Ahrens und sein Vater – Initiativen des Sohnes zur Veränderung der Beziehung
Herr Mehner, Frau Weisse-Mehner und die Söhne Felix und Till – Fru¨he Bindungen und Weiterentwicklungen des Vaters
Entwicklungen von Söhnen in Familien mit geteilter Elternschaft – Resu¨mee
Teil III: Geteilte Elternschaft – Einschätzungen im Ru¨ckblick und Bedeutung in Lebensentwu¨rfen der Kinder
1 Einschätzungen der Eltern
Unterschiedliche Muster
Fu¨r Männer Wichtiges
Fu¨r Frauen Wichtiges
Geteilte Elternschaft als verbindendes Element in der Paarbeziehung
Schwieriges und Entlastendes
2 Einschätzungen der Töchter und Söhne
3 Geteilte Elternschaft in Lebensentwu¨rfen der Töchter und Söhne
Unterschiedliche Muster
Lebensentwu¨rfe von Töchtern und Söhnen in Familien mit Vollzeiterwerbstätigkeit der Mutter und Zuständigkeit des Vaters fu¨r Familienarbeiten
Lebensentwu¨rfe von Töchtern und Söhnen in Familien, in denen beide Elternteile erwerbstätig und zuständig fu¨r Familienarbeiten waren
4 Geteilte Elternschaft, Einschätzungen im Ru¨ckblick und Bedeutung in Lebensentwu¨rfen der Kinder – Resu¨mee
Teil IV: Geteilte Elternschaft und veränderte Geschlechterbeziehungen in Familien – Resu¨mee
1 Gesellschaftliche Bedeutung veränderter Geschlechterbeziehungen in Familien und die Komplexität von Wandlungsprozessen
2 Familienarbeiten und Männlichkeitsbilder – Neugestaltungen und Traditionelles
3 Frauen und geteilte Elternschaft – erweiterte Möglichkeiten und traditionelle Barrieren
4 Möglichkeiten der Relativierung idealisierender Bilder von einer guten Mutter
5 Entwicklungen der Töchter und Söhne
6 Bedeutung förderlicher gesellschaftlicher Rahmenbedingungen
Literatur




