Ein Arzt erklärt, wie die Vernunft im Lockdown starb
Buch, Deutsch, 197 Seiten, Format (B × H): 145 mm x 210 mm, Gewicht: 300 g
ISBN: 978-3-9819755-9-8
Verlag: Achgut Edition
Für den Einzelnen kann Covid-19 gefährlich sein. Aber besteht wirklich eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“? Ist die dauerhafte Einschränkung, ja die Aussetzung von Grundrechten für viele Millionen Bürger gerechtfertigt? Die Lage ist ernst. Die Widerstandskraft unserer Gesellschaft schwindet, Angst und Irrationalität breiten sich weiter pandemisch aus und begraben jede Vernunft unter sich. Von der Politik instrumentalisiert, ist Corona von einem biologischen zu einem systemischen Problem geworden: dem Staatsvirus. Höchste Zeit für eine schonungslose Analyse und die Entwicklung einer wirkungsvollen Therapie.
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Hausärzte sind auch Spezialisten für den Blick aufs Ganze, der im Rahmen der Corona-Krise zu kurz kam. Wir sehen oft, dass Behandlungen, die zum Schutz eines Organs verordnet werden, manchmal den ganzen Körper krankmachen. Und dass präventive Therapien sich durch ihre Nebenwirkungen auf lange Sicht nicht selten schädlicher auswirken als die Krankheit, vor der sie schützen sollen. Und so lautet aus gutem Grund der wichtigste medizinische Grundsatz, der auf den antiken Arzt Hippokrates zurückgeht: Eine Therapie darf nicht mehr schaden als die Krankheit selbst. Zu oft hält sich die Medizin nicht an diesen Grundsatz. Leider auch nicht während der Corona-Krise. Unisono wurde auf allen Kanälen der Eindruck verbreitet, das einzig wichtige medizinische Problem einer Gesellschaft bestünde darin, Covid-19-Lungenentzündungen zu vermeiden. Die Angst vor einer Überbelegung der Intensivstationen wurde zum Dreh- und Angelpunkt jeglichen Handelns, dessen Nebenwirkungspotential plötzlich keine Rolle spielte.
Doch die Nebenwirkungen sind unabsehbar. Noch nie in der jüngeren Geschichte wurde unser Leben derartig eingeschränkt wie während der Corona-Pandemie. Dabei vertraute der größte Teil der Bevölkerung dem Krisenmanagement der Bundesregierung und stimmte den Schutzmaßnahmen in beeindruckend solidarischer Weise zu. Doch war dieser Weg wirklich alternativlos? Hätte man der Krise nicht anders begegnen können, ja müssen? Ist man wirklich immer erst hinterher schlauer?




