Gafus | Fehlerfolgen im Strafprozess | Buch | 978-3-428-19710-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 327, 558 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 233 mm, Gewicht: 848 g

Reihe: Schriften zum Prozessrecht

Gafus

Fehlerfolgen im Strafprozess


1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-428-19710-1
Verlag: Duncker & Humblot GmbH

Buch, Deutsch, Band 327, 558 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 233 mm, Gewicht: 848 g

Reihe: Schriften zum Prozessrecht

ISBN: 978-3-428-19710-1
Verlag: Duncker & Humblot GmbH


Die Arbeit behandelt die Frage, wie der den Bürger wegen des Verdachts einer Verfehlung strafverfolgende Staat auf seine eigenen Verfehlungen bei der Strafverfolgung reagieren sollte: Wie geht der Staat damit um, wenn er bei der Verfolgung von Regelverstößen gegen seine eigenen Regeln verstößt? Obwohl zentrale strafprozessuale Themen solche Fehlerfolgefragen betreffen, gibt es bisher keine umfassende strafprozessuale Fehlerfolgenlehre.

Diesem oft bemängelten Zustand widmet sich die Untersuchung. Sie entwickelt eine solche Fehlerfolgenlehre für sämtliche Verfahrensverstöße. Die vier Hauptkategorien von Fehlerfolgen sind demnach Unbeachtlichkeit, Korrektur, Kompensation und Sanktionierung. Daraus ergibt sich zugleich eine kohärente Lehre von den Verwertungsverboten: Sie sind keine eigene Fehlerfolgenkategorie, sondern dienen meist der Kompensation oder der Sanktionierung. Geeignet sind sie jedoch nur zur Korrektur, d.h. wenn wahrheits- oder sphärenschützende Erhebungsnormen verletzt wurden.

Basierend auf diesen Erkenntnissen wird eine gesetzliche Neukonzeption der Fehlerfolgen vorgeschlagen, die Sanktions- und Kompensationsmechanismen stärkt und Verwertungsverbote zu Informationstilgungsgeboten für Korrekturkonstellationen weiterentwickelt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einführung und Grundlagen der Fehlerfolgen
Vorüberlegungen – Bestimmung der Kernbegriffe – Grenzen der Fehlerfolgen: Dysfunktionalität durch Überkomplexität

2. Unbeachtlichkeit des Fehlers
Absolute und relative Unbeachtlichkeit – Mechanismen der Unbeachtlichkeit

3. Korrektur des Fehlers
Korrekturmechanismen bei fehlerhaften Rechtsakten – Verfahrenseinstellung als Korrektur – Heilung als Korrektur – Beseitigung als Korrektur bei tatsächlichen Beeinträchtigungen – Fristenmodifikation als Korrektur – Beweiserleichterung als Korrektur

4. Kompensation des Fehlers
Das Konzept der Kompensation – Funktionen der Kompensation – Systematisierung der Kompensationsmittel

5. Sanktionierung des Fehlerverursachers
Begriff der Sanktion – Relevante Rechtsgebiete des geltenden Rechts – Arten der Sanktionierung – Sanktionierung und Handlungshemmung – Informelle Sanktionsverhinderungsmechanismen

6. Beweisverwertungsverbot
Verwertungsverbote als Attrappen: Neutralisierungsmechanismen des geltenden Rechts – Terminologische und strukturelle Grundlagen – Das Spannungsfeld der Verwertungsverbote – Verwertungsverbote als Korrektur: Zur Frage der Konnexität – Die drei Arten von Erhebungsnormen – Kompensation und Sanktionierung: Sonstige Fehlerfolgen als Surrogate – Systematisierende Zusammenfassung der Lehre von den Verwertungsverboten


Tobias Gafus studierte Rechtswissenschaften in Passau und Cartagena de Indias (Kolumbien) und absolvierte sein Referendariat am Oberlandesgericht Hamburg mit Stationen u.?a. bei Dr. h.?c. Gerhard Strate, der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und dem Verfassungsgericht der Republik Costa Rica in San José. Er arbeitet als Rechtsanwalt im Verfassungs- und privaten und öffentlichen Medienrecht sowie dem Äußerungs(straf)recht. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind neben den genannten Rechtsgebieten das Straf- und Strafprozessrecht, insbesondere in ihren politischen und staatsrechtlichen Dimensionen. Er publiziert regelmäßig zu den genannten Fragen und referiert auf Fachveranstaltungen.

Tobias Gafus studied law at the University of Passau and the Universidad de Cartagena (Colombia). He completed his legal clerkship (Referendariat) at the Higher Regional Court of Hamburg, including placements with renowned criminal defense lawyer Dr. h.c. Gerhard Strate, at the German University of Administrative Sciences (Speyer), the Federal Government Commissioner on Narcotic Drugs (Berlin), and the Constitutional Court of Costa Rica (San José). He is an attorney specializing in constitutional and media law, with particular emphasis on freedom of expression. His scholarly work spans these fields as well as criminal law and criminal procedure, especially in their political and constitutional dimensions. He publishes regularly and is frequently invited to speak at professional and academic events.



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