Geissler | Peter Weiss wäre nicht erstaunt | Buch | 978-3-911409-00-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 1 (2016), 36 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 200 mm

Reihe: Jahresgaben der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V.

Geissler

Peter Weiss wäre nicht erstaunt

Vortrag auf den Peter-Weiss-Tagen, Zürich 1990
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-911409-00-1
Verlag: Christian-Geissler-Gesellschaft

Vortrag auf den Peter-Weiss-Tagen, Zürich 1990

Buch, Deutsch, Band 1 (2016), 36 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 200 mm

Reihe: Jahresgaben der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V.

ISBN: 978-3-911409-00-1
Verlag: Christian-Geissler-Gesellschaft


Unter dem Eindruck des Epochenumbruchs 1989 / 1990 fragt Christian Geissler nach den Möglichkeiten eines kommunistischen Schriftstellers und nimmt damit deutlichen Bezug auf die "Ästhetik des Widerstands" von Peter Weiss. Sie erscheint zum 100sten Geburtstag von Peter Weiss in Zusammenarbeit mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft.

Im Editorial heißt es:
Hatte sich Peter Weiss (1916–1982) in seiner dreibändigen »Ästhetik des Widerstands« (1975–1981) mit dem Scheitern der Arbeiterbewegung und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus auseinandergesetzt, um damit auch Debatten um die Perspektiven des Sozialismus in den 1970er und 1980er Jahren anzuregen, stellten sich die Fragen einer sozialistischen Perspektive jetzt in völlig neuer Weise. Eingeladen wurden deshalb die DDR-Autorin Gabriele Stötzer (*1953, zum Zeitpunkt der Einladung war sie verheiratet und hieß Gabriele Kachold) und der westdeutsche Autor Christian Geissler (1928–2008): Sie sollten darüber sprechen, wie die gesellschaftlichen Umwälzungen ihre Arbeit verändert und welche Zukunftsperspektiven sie sehen. Die Teilnahme von Gabriele Stötzer war von vornherein unsicher, Christian Geissler hat diesen Teil des Programms dann allein bestritten. Er nannte seinen Vortrag »mitten im schlamassel / anleiten meine schreibarbeit / hintergedanken des lernens«.

Im Nachhinein wurde er als der »Höhepunkt« (Stefan Howald im Zürcher »Tages-Anzeiger«, 20. November 1990) oder auch »das Herzstück der Veranstaltung« (Beat Mazenauer in »Der Freitag«, 30. November 1990) bezeichnet. Geisslers Selbstkritik kommunis­tischer Positionen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Begriffs »Kommunismus« löste erregte Debatten aus.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Christian Geissler (1928 – 2008) arbeitete ab 1956 als freier Schriftsteller. Er war Autor von Romanen, Hörspielen, Fernsehspielen und Gedichten. Als politischer Aktivist und Redner beteiligte er sich an den Ostermärschen und der Bewegung gegen die Notstandsgesetze und solidarisierte sich mit den politischen Häftlingen der Rota Armee Fraktion. Bis 1965 war er Autor und zeitweise Redakteur der Werkhefte katholischer Laien, 1965 bis 1968 Mitherausgeber der linken Literaturzeitschrift Kürbiskern, in den 1970er Jahren Dokumentarfilmer und Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre war er zeitweise Mitglied der KPD.

Im Verbrecher Verlag erscheint seit 2013 eine Ausgabe seiner literarischen Werke, u.a. „Anfrage“ (2023), „Kalte Zeiten / Schlachtvieh“ (2014), „Das Brot mit der Feile“ (2016), „Wird Zeit, dass wir leben“ (2013) und „kamalatta“ (2018). Die Bände mit den Vorträgen der von der Christian-Geissler-Gesellschaft veranstalteten Tagungen zum Werk Geisslers erscheinen ebenfalls dort.



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