Gerbault | Allein | Buch | 978-3-911831-44-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 127 mm x 203 mm, Gewicht: 165 g

Gerbault

Allein

Quer über den Atlantik
Erscheinungsjahr 2025
ISBN: 978-3-911831-44-4
Verlag: kontrabande Verlag

Quer über den Atlantik

Buch, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 127 mm x 203 mm, Gewicht: 165 g

ISBN: 978-3-911831-44-4
Verlag: kontrabande Verlag


Am 25.4.1923 stach Alain Gerbault von Cannes aus mit seiner 12-Meter-Yacht Firecrest in See, um allein den Atlantik zu überqueren. Ohne vorherige Hochseeerfahrung, aber mit technischem Verständnis, Disziplin und großer Ausdauer legte er den Grundstein für eine der bekanntesten Einhandreisen der Segelgeschichte. Gerbault vertraute auf seine navigatorischen Fähigkeiten, die sorgfältige Ausrüstung seines Bootes und die Bereitschaft, unterwegs zu lernen.

Die Route führte ihn von Cannes nach Gibraltar, weiter zu den Kanarischen Inseln und von dort nonstop über den Atlantik bis nach New York. In nüchterner Sprache schildert er Windstille, Reparaturen auf offener See, Materialverschleiß, Einsamkeit und körperliche Belastung. Ebenso dokumentiert er Gespräche mit Seeleuten in Häfen, das Leben an Bord großer Frachter, die fiskalischen Regeln verschiedener Nationen und seine Beobachtungen über gesellschaftliche Unterschiede. Seine Beschreibungen bleiben sachlich, ohne dramatische Effekte, mit einem genauen Blick für Details von Technik, Navigation und Seemannschaft.

Gerbault war nicht nur Segler, sondern auch Tennisspieler, Ingenieur und später Schriftsteller. Das Buch enthält einige Originalaufnahmen vom Schiff und Ankunftssituationen.

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Zielgruppe


Abenteurer, Segler

Weitere Infos & Material


Müller, Gerd-Gustl
Gerd-Gustl Müller, geboren 1948 in Lüdenscheid, probierte sich nach der Schule in verschiedenen Jobs aus, vom Kraftfahrer bis zum Versicherungsvertreter. In den Siebzigern zog es ihn nach Berlin, wo er in der Jugendarbeit aktiv war und seine ersten beiden Bücher schrieb: Zoff (Basis Verlag) und Der Job (Weissmann Verlag, später bei Ravensburger neu aufgelegt). Der Job landete auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendbuchpreis. Im selben Jahr erhielt Gerd auf der Frankfurter Buchmesse das „Hungertuch für einen unbekannten Autor“ – eine Auszeichnung, auf die er, immer noch völlig unbekannt, bis heute stolz ist.

Danach hielt es Gerd nicht lange in Deutschland. Fast sein ganzes weiteres Leben verbrachte er im Ausland, erst in England, dann in Frankreich. Fünfzehn Jahre lang drehte sich alles ums Segeln: Boote bauen, Yachten verkaufen, Schiffe bis 60 Fuß ins Mittelmeer und nach Madeira überführen, zwei Jahre lang Mitseglertörns auf seinem Stahlkahn die Biskaya rauf und runter. Aber irgendwann muss man erwachsen werden.

Nach einem kurzen Abstecher zum Sprachenstudium an der Uni Nantes verschlug es ihn für Jahrzehnte beruflich nach Osteuropa, wo er in Kroatien und Ungarn in der IT arbeitete.

Jetzt im Ruhestand, widmet sich Gerd wieder voll und ganz dem Segeln und Schreiben. Er lebt auf seinem kleinen Boot, schreibt Segelgeschichten, und schmiedet Pläne, dem nächsten Winter Richtung Süden zu entkommen.

Gerbault, Alain
wurde am 17. November 1893 in Laval (Mayenne) geboren und starb am 16. Dezember 1941 auf der Insel Timor.

Gerbault stammte aus einer wohlhabenden französischen Familie und wuchs in Paris auf. Er war ein vielseitiger Sportler, spielte Tennis auf Wettkampfniveau und diente im Ersten Weltkrieg unter anderem als Pilot. Nach dem Krieg arbeitete er in der Finanzbranche, suchte aber zunehmend nach Unabhängigkeit und einem Leben fern bürgerlicher Zwänge.

1921 kaufte er eine 39-Fuß-Ketsch namens „Firecrest“ und bereitete sie in England über mehrere Jahre hinweg für eine Langfahrt vor. 1923 startete er von Cannes aus zu seiner Weltumsegelung. Seine Route führte ihn unter anderem über Gibraltar, die Kanaren, die Kapverden, Trinidad, den Panamakanal, die Marquesas, Tahiti, die Fiji-Inseln, Australien, den Indischen Ozean und schließlich zurück nach Frankreich. Die Reise endete 1929 und machte ihn zum ersten Franzosen, der allein um die Welt segelte – und nach Slocum und Pidgeon zum dritten bekannten Einhandweltumsegler.

Für seine Leistung erhielt er den Orden der Ehrenlegion. In Frankreich wurde er zu einer populären Figur, weil er seine Reise als Ausdruck persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung verstand. Seine Bücher „Firecrest“ und „Seul, à travers l’Atlantique“ prägten das Bild des modernen Einhandseglers im französischen Sprachraum.



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