Buch, Deutsch, 496 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 657 g
491 Tage in russischer Haft: Meine Geschichte - Das große Buchereignis 2026
Buch, Deutsch, 496 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 657 g
ISBN: 978-3-421-07053-1
Verlag: DVA Dt.Verlags-Anstalt
»In diesen Memoiren, die sich wie ein Thriller lesen, lässt Gershkovich sein gesamtes journalistisches Können spielen, wenn er seinen Weg durch ein kafkaeskes Justizsystem schildert.« Radhika Jones »Ein Gefängnismemoir und zugleich ein Liebeserklärung – nicht an die Diktatur, sondern an das Russland dahinter: seine Sprache, seine Landschaft, seine Literatur und seine Menschen.« Anthony Doerr 2023 wird Evan Gershkovich, Reporter des Wall Street Journal, in Russland wegen angeblicher Spionage festgenommen und später zu sechzehn Jahren Haft verurteilt. International löst sein Fall Entsetzen aus – erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wurde ein amerikanischer Journalist wegen Spionage verurteilt. Gershkovich war zur Schachfigur in einem geopolitischen Machtspiel geworden. Seine Freilassung gelang erst durch einen spektakulären Gefangenenaustausch, in dem auch der „Tiergarten Mörder“ Vadim Krassikow eine Rolle spielte. Zum ersten Mal erzählt Gershkovich nun selbst, wie die Festnahme ablief, über die endlosen Verhöre und den Prozess, bei dem hinter verschlossenen Türen über sein Leben entschieden wurde. Trotz Isolation, Überwachung und Willkür gelingt ihm etwas Außergewöhnliches: Er berichtet weiter – mit wachem Blick, Mut und überraschendem Humor. Er zeichnet ein eindringliches Bild des russischen Gefängnissystems mit seinen Ritualen, seiner Härte und seinen unerwarteten Momenten von Menschlichkeit. Zugleich blickt er zurück auf seine eigenen Wurzeln – seine Eltern flohen in den 1970er Jahren aus der Sowjetunion –, auf seine Anfänge bei der Moscow Times und auf Freundschaften zu russischen Kollegen, die unter immer größerem Druck ihre Unabhängigkeit verteidigen mussten. Spätestens mit dem Angriff auf die Ukraine wird klar: Auch westliche Reporter sind nicht mehr sicher. »Dieses verfluchte wunderschöne Land« ist mehr als ein Gefängnisbericht. Es ist ein bewegendes Zeugnis über Mut, Wahrheit und die Widersprüche eines Landes zwischen Autokratie, Geschichte – und seiner unbestreitbaren, oft schmerzhaften Schönheit.




