Buch, Deutsch, Band 31, 234 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 369 g
Reihe: Edition Museum
Partizipative Museumsarbeit zwischen Selbstvergewisserung und gesellschaftspolitischem Engagement
Buch, Deutsch, Band 31, 234 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 369 g
Reihe: Edition Museum
ISBN: 978-3-8376-4286-5
Verlag: transcript
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Im deutschsprachigen Raum hält sich die Vorstellung vom Museum als neutraler Institution immer noch hartnäckig. Sammeln und Ausstellen waren aber immer von subjektiven Entscheidungsprozessen bestimmt und damit nie unpolitisch. Mit dem Einzug partizipativer Methoden wurden subjektive Positionen aufgewertet, was auch die Institution nicht unberührt lässt. In diesem Buch berichten Vertreter*innen unterschiedlicher Museumstraditionen von ihrem Verständnis einer sozial und politisch engagierten Museumspraxis.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beschäftigung mit anderen Museumstraditionen eröffnet neue Perspektiven darauf, was ein Museum sein kann oder sollte. Gerade die Museolog*innen der portugiesisch-brasilianischen Sociomuseology verstehen das Museum als Werkzeug, das aktiv zur Verbesserung der Lebensverhältnisse eingesetzt werden kann. Die Artikel und Statements im Buch bieten eine Einführung in diese Museumstradition und fordern dazu auf, die ethischen und politischen Grundlagen der eigenen Museumspraxis zu reflektieren.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz gehört zu den Dauerbrennern im Museumsdiskurs. Gerade in den letzten Monaten wird sie nochmals besonders virulent diskutiert, v.a. vor dem Hintergrund der von ICOM vorgeschlagenen neuen Museumsdefinition. Warum machen wir Museum? Zu welchem Zweck? Und welchen Standpunkt vertreten wir? Diese Fragen sind aktueller denn je, gerade in Zeiten, in denen rechts-konservative Kräfte gegen die plurale Gesellschaft mobil machen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Sharon Heal, die seit 2014 die britische Museum Association leitet, den ältesten Museumsverband der Welt. Heal fordert Museen dazu auf, ihr Potenzial, das Leben von Menschen zu verändern, aktiv im Sinne einer pluralen, gerechten und nachhaltigen Welt zu nutzen, u.a. durch inklusive, partizipative Formate. Wir würden das Buch auch gerne mit allen Museumspraktiker*innen diskutieren, für die ein Museum mehr ist, als nur ein Ausstellungsraum.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Museum regt Museums-Macher*innen an, vor dem Hintergrund anderer Museumstraditionen die eigene Museumspraxis zu reflektieren und sich als aktive Mitgestalter*innen der pluralen Gesellschaft zu positionieren.




