Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 118 mm x 190 mm, Gewicht: 148 g
Theaterstücke
Buch, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 118 mm x 190 mm, Gewicht: 148 g
ISBN: 978-3-88661-439-4
Verlag: Verlag Der Autoren
Der Band versammelt die beiden Stücke, mit denen Anna Gmeyner ihre ersten Erfolge als Dramatikerin in der Weimarer Republik feierte. Sie sind geprägt vom politischen Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und aufkommenden Faschismus. Dem Vorwurf der Tendenzhaftigkeit hielt Gmeyner entgegen: »Wenn es tendenziös genannt werden kann, immer von neuem verschleierte Wahrheit aufzudecken, bekenne ich mich voll zum Tendenzstück.«
HEER OHNE HELDEN (1929) entstand unter dem Eindruck des großen Bergarbeiterstreiks von 1926 in Schottland. Ein Grubenunglück verändert schlagartig das Leben in Lochmoor, einem kleinen Dorf im schottischen Kohlengebiet: Während die Angehörigen um das Leben der verschütteten Bergleute bangen, machen andere sich Sorgen um die Zukunft des Werks, von dem die wirtschaftliche Existenz des ganzen Dorfes abhängt. Unterdessen versucht die Werksleitung, die Schuld für das Unglück auf die Bergmänner zu schieben. Die Musik für den Schlusschor des Stückes, das Lied der Bergarbeiter, komponierte Hanns Eisler.
Dem zweiten Stück, ZEHN AM FLIEßBAND (1932), liegen Recherchen in der Berliner Siemensstadt zugrunde. Schauplatz ist eine Kugellagerfabrik zur Zeit der Wirtschaftskrise: Die Belegschaft schuftet im Akkord, und der Direktor muss sich gegenüber dem Aufsichtsrat für die schlechten Zahlen verantworten. Da entwickelt der jüdische Arbeiter Mischa Markowski, ein eigenbrötlerischer Tüftler, eine Maschine, die die Abläufe in der Fabrik erleichtern soll. Schnell jedoch wird klar: Die neue Technik sorgt eher für Entlassungen als für Entlastung, und so sieht sich Markowski antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, die ihn in den Wahnsinn treiben.




