Buch, Deutsch, 260 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 206 mm, Gewicht: 279 g
Buch, Deutsch, 260 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 206 mm, Gewicht: 279 g
ISBN: 978-3-911804-04-2
Verlag: tentare Verlag
Es gibt wohl keine Epoche ohne Melancholie, ohne tiefe individuelle Traurigkeit, ohne innere Qual, ohne Seelenschmerz. Doch es gibt eine Epoche, in der die Melancholie aufhört, ein bloß individuelles Gefühl zu sein, und zum Grundzug des Lebens wird: die Moderne. Denn erst in der modernen Welt geht die Melancholie mit einem radikalen Verlust des Weltsinns einher. Warum kommt es dazu? Warum erlebt man gerade im Zeitalter des Begehrens, der Praxis, der Technik, der verallgemeinerten Produktion eine epidemische Ausbreitung der Melancholie? Warum hört die Melancholie in den letzten zwei Jahrhunderten, besonders im zwanzigsten, auf, ein Phänomen ›persönlicher‹ Natur zu sein, und wird zu einem sozialen, kulturellen, historischen, ja sogar metaphysischen Ereignis?
Das sind die Fragen, von denen ausgeht – ein Buch, in dem Paolo Godani seine Leser auf eine schwindelerregende Reise mitnimmt – auf der Suche nach grundlegenden Begriffen wie Körper, Endlichkeit und dem Lebendigen.
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Zielgruppe
Philosophisch interessierte Leser:innen | Kulturwissenschaftler:innen und Kulturtheoretiker:innen | Lehrende und Forschende der Philosophie | Klinische Psycholog:innen in der Praxis | Sozialarbeiter:innen mit psychoanalytischer Orientierung | Literatur- und Kulturkritiker:innen | Leser:innen kritischer Theorie und Gesellschaftskritik | Intellektuell interessiertes allgemeines Publikum
Weitere Infos & Material
»Die menschliche Praxis, die Aktivität des Begehrens, wirkt zunächst und zumeist durch Auswahl: Sie greift aus den Dingen der Welt jene heraus, die irgendein Bedürfnis befriedigen könnten, und setzt dabei die nützlichen ins Licht, während sie alle anderen im Schatten lässt. Der Gleichmut des Melancholikers hingegen, seine vollkommene Indifferenz, erlaubt es ihm, keinerlei Unterscheidung zu treffen – und damit alle Dinge in ihrem eigenen Leuchten wahrzunehmen.«




