„‚Ad plures ire‘ hieß bei den Lateinern sterben“, erinnert uns Walter Benjamin und verhilft dem Euphemismus zu einem unvorhergesehenen Nachleben.
Zu den Vielen gehen
beschönigt nicht mehr den Tod, sondern wird zum Sinnbild ästhetischer und philologischer Erfahrung. Diese
Vielen
bilden ein Kollektiv der Verstorbenen, die sich durch die Schrift noch weiter an uns wenden, zu uns sprechen und uns erwarten. Die hier versammelten Essays versuchen, diesem Kollektiv anhand von Ovid, Montaigne, Lacan und schließlich Benjamin nachzugehen und seine Hartnäckigkeit zu beschreiben. Die Rezeption korrespondiert mit der literarischen Antizipation, der – unmöglichen und doch notwendigen – Vorwegnahme der vielen kommenden Lektüren, die jeder Text mit sich bringt.
Godart
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Godart, Simon
Simon Godart hat Philosophie und Literaturwissenschaften studiert und lebt und forscht in Berlin.
Simon Godart hat Philosophie und Literaturwissenschaften studiert und lebt und forscht in Berlin.