Grabbe | Geschwisterliebe | Buch | 978-3-89528-496-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 138 Seiten, PB, Format (B × H): 145 mm x 205 mm, Gewicht: 250 g

Grabbe

Geschwisterliebe

Verbotenes Begehren in literarischen Texten der Gegenwart
1. Auflage 2004
ISBN: 978-3-89528-496-0
Verlag: Aisthesis

Verbotenes Begehren in literarischen Texten der Gegenwart

Buch, Deutsch, 138 Seiten, PB, Format (B × H): 145 mm x 205 mm, Gewicht: 250 g

ISBN: 978-3-89528-496-0
Verlag: Aisthesis


Geschwisterliebe und der mit dem erotischen Begehren zwischen Bruder und Schwester verbundene Tabubruch ist einer der Liebestopoi der Literaturgeschichte.
Katharina Grabbe analysiert das Thema vor dem Hintergrund der Lacanschen Psychoanalyse und der aktuellen sich von Judith Butler herschreibenden Gender-Debatte am Beispiel dreier Romane der Gegenwartsliteratur: Pascal Merciers Der Klavierstimmer (1998), Marlene Streeruwitz’ Partygirl. (2002) und Jeffrey Eugenides’ Middlesex (2002, dt. 2003). Die der literarischen Geschwisterliebe eingeschriebene Ambivalenz von Verbot und Begehren wird auf den Bedeutungszusammenhang von symbolischer Ordnung und Inzestverbot zurückgeführt. Da die symbolische Ordnung an die Einsetzung der Sprache als Signifikationsmedium und damit an das Inzestverbot gebunden ist, stellt die literarische Geschwisterliebe immer auch das Funktionieren von Ordnungs- und Identitätsmodellen in Rede.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. Einleitung: Mythos Geschwisterliebe
2. Das Inzestverbot in theoretischen Position
2.1 Einleitung
2.2 Lévi-Strauss: Zwischen Natur und Kultur
2.3 Psychoanalyse: Eintritt in die Symbolische Ordnung
2.4 Derrida, Butler: Poststrukturalistische Kritik
2.5 Überleitung: Inzestverbot und literarische Geschwisterliebe
3. Pascal Mercier, Der Klavierstimmer
3.1 Einleitung
3.2 Das Geschwisterverhältnis
3.2.1 Sprachsymbiose. Sprachlicher Inzest
3.2.2 ‚Gleichklang‘: Ideal und Illusion
3.2.3 Der Inzest: Körper statt Sprache
3.2.4 Spiegel: Das verbotene Begehren nach dem Zwilling als Begehren nach dem moi
3.2.5 Trennungserfahrung, sprachlich
3.3. ‚Pakt des Erzählens‘: Familiengeschichte, Subjekt und der Anspruch an ‚Wahrhaftigkeit‘
3.3.1 Die Familiengeheimnisse – Verwirrung des Symbolischen
3.3.2 Namen – Bezeichnung von Positionen im Symbolischen
3.3.3 Fest-Schreiben
3.4 Die Rede vom Inzest als Reformulierung des Gesetzes
3.4.1 Erzählen der Familiengeschichte – Überwindung des Inzests
3.4.2 Es fließt Wälsungenblut: Der Inzest als Zitat
3.5 Inzestverbot, Fixierung des Symbolischen
4. Marlene Streeruwitz, Partygirl.
4.1 Einleitung
4.2 Geschwisterliebe. Verbotenes Begehren
4.2.1 Madelines Bruderliebe
4.2.2 Verbot und Begehren
4.2.3 Familiendrama und Geschwisterinzest
4.2.4 Zwischenfazit: Orientierungslosigkeit, inzestuöse (Sprach)Struktur der Uneindeutigkeit
4.3 Ordnung der Geschlechter: Geschwisterbeziehung als Geschlechterverhältnis
4.3.1 Das Geschlechterverhältnis
4.3.1.1 Männerwirtschaft – Frauenleiden
4.3.1.2 Geschwister- / Geschlechterverhältnis
4.3.2 Der Fall des Hauses Ascher
4.4 Verschiebung
5. Jeffrey Eugenides, Middlesex
5.1 Einleitung: Mehrdeutigkeit als Textprinzip
5.2 Zweideutige Geschwisterliebe
5.2.1 Geschwisterliebe als schicksalhafter Ursprungsmythos
5.2.2 Das Begehren nach der Schwester und die ‚Stadt der Frauen‘
5.2.3 Inszenierung: Die neue Identität
5.2.4 Urschuld und Sühne
5.3 ‚ex ovo omnia‘ – Familienidentität
5.3.1 Zwischen Griechenland und den USA – Familie als Identitätsmodell
5.3.2 Inzestuöse Multiplikation der Familienbindungen
5.4 Geschlechtsidentitäten – mehrdeutige Körper
5.4.1 Geschwisterinzest – uneindeutiges Geschlecht
5.4.2 gender trouble
5.5 Inzestuöse Vieldeutigkeit – inszenatorische Identität
6. Schluss
7. Literatur



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