Grashoff | Sündenböcke? | Buch | 978-3-8471-2063-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band Band 089, kartoniert

Reihe: Berichte und Studien

Grashoff

Sündenböcke?

Der Umgang mit ehemaligen kommunistischen und sozialdemokratischen V-Leuten der Gestapo nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und Westdeutschland und Österreich
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8471-2063-6
Verlag: V&R unipress

Der Umgang mit ehemaligen kommunistischen und sozialdemokratischen V-Leuten der Gestapo nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und Westdeutschland und Österreich

Buch, Deutsch, Band Band 089, kartoniert

Reihe: Berichte und Studien

ISBN: 978-3-8471-2063-6
Verlag: V&R unipress


Basierend auf Recherchen zu V-Personen der Gestapo unterzieht der Autor die diskursive und juristische Aufarbeitung von Gestapo-Kollaboration nach 1945 einer kritischen Analyse. Er untersucht die Tätigkeit verschiedener Entnazifizierungsgerichte, öffentliche Debatten, aber auch Grenzen der Aufarbeitung sowie Versuche der »Verräter«, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Gebündelt werden die Teilstudien durch die übergreifende Frage nach der politischen Instrumentalisierung von NS-Aufarbeitung. Anhand von zahlreichen Fallschilderungen werden grundlegende Tendenzen von Diskurs und juristischer Ahndung in Österreich, Ost- und Westdeutschland herausgearbeitet. Dabei zeigen sich Diskrepanzen zwischen nachweisbarer Schuld und dem Ausmaß gesellschaftlicher Ächtung bzw. Strafverfolgung.

Based on previous research on Gestapo informants, the author critically analyzes the discursive and legal reappraisal of Gestapo collaboration after 1945. He examines the activities of various denazification courts, public debates, but also the limits of reappraisal and attempts by “traitors” to reintegrate into society. The different chapters are linked by the overarching question of the political instrumentalization of Nazi reappraisal. Numerous case studies are used to identify fundamental characteristics of discourse and legal punishment in Austria, East Germany, and West Germany. This reveals discrepancies between proven guilt of informants and the extent of social ostracism or criminal prosecution.

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Weitere Infos & Material


Grashoff, Udo
Prof. Dr. Udo Grashoff ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden und Dozent an der Universität Leipzig. Er promovierte 2006 zu »Selbsttötungen in der DDR«, war von 2014 bis 2020 DAAD-Lecturer am University College London und wurde 2019 mit einem Buch über »Verrat im kommunistischen Widerstand gegen das NS-Regime« habilitiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind alltags- und sozialgeschichtliche, oft mit einem Tabu belegte Themen der Geschichte der DDR und des »Dritten Reiches«.



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