Befunde der Stabilität ungleicher Bildungschancen haben im Bereich der Forschung zu einer Fokussierung auf die Erklärung der sozialen Reproduktion von Bildungswegen geführt. Die Frage nach dem Zustandekommen von Bildungswegen die – gemessen an der Herkunftsgruppe – vom „Regelweg“ abweichen wird hingegen weitgehend vernachlässigt. In Anbetracht der Tatsache, dass Angehörige bildungsferner Familien selbst bei Kontrolle ihres schulischen Kompetenz- und Leistungsniveaus häufig niedrige(re) Bildungsaspirationen aufweisen, geht die vorliegende Arbeit der Frage nach, wann und unter welchen Bedingungen sich Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger in Gestaltungsfragen ihrer Bildungsbiographie an Gruppen orientieren, die eine höhere Wertschätzung gegenüber Bildung(stiteln) aufweisen, als die eigene Herkunftsgruppe. Erhoben und ausgewertet werden zu diesem Zweck die Bildungsbiographien von Promovenden.
Grendel
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Bezugsgruppeneffekte und ungleiche Bildungschancen - Theoretischer Hintergrund zum Einfluss von Bezugsgruppen auf Bildungsverläufe - Stand der Forschung zu Aspekten des Bezugsgruppenwechsels im
Prozess des Bildungsaufstiegs - Untersuchungsmodell und Fragestellungen - Methode und Durchführung der Untersuchung
Dr. Tanja Grendel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) der JGU Mainz.