Buch, Deutsch, 264 Seiten, KART, Format (B × H): 154 mm x 229 mm, Gewicht: 1 g
Wertbegriff und Digitalität
Buch, Deutsch, 264 Seiten, KART, Format (B × H): 154 mm x 229 mm, Gewicht: 1 g
ISBN: 978-3-7873-5217-3
Verlag: Meiner Felix Verlag GmbH
›Wert‹ taucht als Begriff in erstaunlich verschiedenen Sphären auf. Klassisch: in der Ökonomie und der Moral, im Alltag wie auch in den Wissenschaften. Zahlungsmittel oder Assets werden ebenso als Werte bezeichnet wie normative Fixgrößen: Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit.
Aus ideengeschichtlicher Perspektive ist der Wertbegriff jung und dennoch aus heutigen Forschungsdiskussionen – trotz Neuprägungen wie 'Lebenswert' – fast verschwunden. Der digitale Wandel fordert allerdings zu einer erneuten Betrachtung auf.
Die These des Buchs lautet: Algorithmische und datengetriebene Realitäten verändern Wertsemantiken, und dies in ökonomischer wie moralischer Hinsicht. Das digitalisierte Finanzwesen, aber auch Kunst oder Biopolitik sind hierfür exemplarisch. Welche Wertsemantiken herrschen hier vor, erhalten 'Wert' und 'Werte' einen veränderten Sinn? Und wie mehrdeutig ist das alles?
Die alte Formel von Moral oder Preis bedarf jedenfalls dringend der Revision. Ausgehend von der philosophischen, rechts- und ökonomietheoretischen Genese des Wertbegriffs – also nicht nur voraus-, sondern auch rückblickend – äußern sich Autorinnen und Autoren aus Philosophie, Recht, Soziologie, Ökonomie und Medienwissenschaft zu aktuellen Herausforderungen mit Blick auf Digitalität wie auch auf Macht- und Demokratiefragen in digitalisierten Gesellschaften.




