Buch, Deutsch, Band 177, 393 Seiten, GB, Format (B × H): 170 mm x 250 mm
Die dynastische Ehe der frühen Neuzeit in zeitgenössischer Traktatliteratur und politischer Praxis am Beispiel Hessen-Kassels
Buch, Deutsch, Band 177, 393 Seiten, GB, Format (B × H): 170 mm x 250 mm
Reihe: Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte
ISBN: 978-3-88443-332-4
Verlag: Hessische Historische Kommission Darmstadt
Ehen von Fürsten und Monarchen ziehen bis heute eine breite Ö?entlichkeit in ihren Bann. In der Frühen Neuzeit waren sie nicht nur gesellschaftliches Ereignis, sondern auch ein Politikum ersten Ranges, da nach zeitgenössischem Verständnis Staaten einander heirateten. Aber welche Interessen verfolgten die beteiligten Fürsten und Staaten dabei? Welche politischen Spielräume sollten dynastische Ehen erö?nen, welche boten sie tatsächlich? Dienten sie dem Frieden oder führten sie zu Kriegen? War Ehepolitik ein Staatsgeheimnis oder ein ö?entliches Ereignis? Was ist das Zeittypische der frühneuzeitlichen Fürstenehe, worin sie sich von der dynastischen Ehe früherer und späterer Epochen unterschied? Diesen und anderen Fragen geht vorliegende Monographie nach. Um eine zeitgenössische Theorie der dynastischen Ehe zu erarbeiten, wertet sie die früh - neuzeitliche Traktatliteratur aus, also Schriften juristischer und politischer Gelehrter, die zugleich am Fürstenhof als Berater, Gutachter und Räte tätig waren. Die Heiratspolitik Hessen-Kassels dient als Ansatzpunkt, um in einem zweiten Schritt die Praxis dynastischer Ehen zu untersuchen. Erst die doppelte Perspektive von Theorie und Praxis ermöglicht eine Annäherung an die Ziele, Möglichkeiten und Grenzen der Fürstenehe und eine Bestimmung ihres spezi?sch frühneu - zeitlichen Pro?ls.




