Buch, Deutsch, 410 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 215 mm, Gewicht: 615 g
Reihe: UTB
Buch, Deutsch, 410 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 215 mm, Gewicht: 615 g
Reihe: UTB
ISBN: 978-3-8252-5818-4
Verlag: UTB
Das Buch schildert die Entstehung und die Geltungsgeschichte der deutschen Privatrechtskodifikation und gibt so dem BGB eine historisch-politische Dimension zurück. Es geht um die Kodifikations- und Dogmengeschichte, Justiz- und Wissenschaftsgeschichte sowie die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zielgruppe sind Studierende und Privatrechtwissenschaftler.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1 Einführung 9
2 Das BGB als Privatrechtskodifikation 13
2.1 Privatrecht – Eine kleine Begriffsgeschichte 13
2.1.1 Rom 14
2.1.2 Ius publicum und ius privatum im Alten Reich vor 1780 15
2.1.3 Privatrecht als Ausdruck der Trennung von Staat und Gesellschaft 19
2.2 Kodifikation 26
2.2.1 Rechtseinheit 28
2.2.1.1 Rechtsvereinheitlichung durch Rechtswissenschaft 31
2.2.1.1.1 Rechtsreform durch Ausbildungsreform: Savignys Reformmodell von 1808 31
2.2.1.1.2 Wege zum Volksgeist zwischen Rationalität und Intuition 34
2.2.1.1.3 Exegese 38
2.2.1.1.4 Vertiefung: D. 12, 1, 18, pr. und 41.1.36 und der dingliche Vertrag in § 929 S. 1 BGB 40
2.2.1.1.5 Geschichte 45
2.2.1.1.6 System 47
2.2.1.1.7 Vertiefung: Puchtas Klassifikation der Servituten 55
2.2.1.1.8 Die Pandektenvorlesungen als Symbol der nationalen Einheit 60
2.2.1.1.9 Einfluss der Pandektenvorlesungen auf das BGB 62
2.2.1.2 Rechtsvereinheitlichung durch Rechtsprechung 68
2.2.1.3 Rechtsvereinheitlichung durch Gesetzgebung 78
2.2.1.3.1 Rechtseinheit und Reform 78
2.2.1.3.2 Rechtsvereinheitlichung in der Kommissionsarbeit 81
2.2.2 Vollständigkeit 85
2.2.2.1 Vollständige Regelung des Privatrechts? 85
2.2.2.2 Lückenlosigkeit? 90
2.2.2.3 Lückenfüllung durch Prinzipien 93
2.2.2.4 Vertiefung: Die Materialien zum BGB 98
2.3 Ergebnis: Das BGB als Kodifikation des Privatrechts 103
3 Eine Kodifikation in Zeiten des Übergangs (1870 – 1914) 105
3.1 Politik: Von frei zu sozial 105
3.1.1 Zwischen zwei Epochen: Gründerjahre und Gründerkrach 105
3.1.2 Das „unsoziale BGB“? 108
3.1.3 Kodifikation und Sondergesetze 112
3.1.4 Vertiefung: „Rechtsmissbrauch“ 117
3.1.5 Die Krise der Form als „Zwillingsschwester der Freiheit“ 123
3.2 Rechtswissenschaft: Von den Pandekten zum Gesetz 127
3.2.1 Der Sturz vom Thron 127
3.2.2 Abschied vom Volksgeist 129
3.2.3 Neue Wege 135
3.3 Justiz: Richterkönig oder Subsumtionsautomat? 140
3.3.1 Das BGB als Gefängnis des Richters? 140
3.3.2 „Richterrecht“ 142
3.3.3 Richterlicher Umgang mit dem BGB vor 1914 150
3.3.4 Vertiefung: Die „Entdeckung“ der positiven Vertragsverletzung 154
3.4 Leitperspektiven auf das weitere 20. Jahrhundert 158
4 Epochen des BGB im 20. Jahrhundert 161
4.1 Erster Weltkrieg (1914 – 1918) 161
4.1.1 Krieg als Labor der Intervention 161
4.1.2 Zweifel am Gesetzgeber 162
4.1.3 Neue dogmatische Lösungen 164
4.2 Weimarer Republik (1918 – 1933) 167
4.2.1 Verfassungsprivatrecht? 167
4.2.2 Das BGB und der soziale Wandel in Ehe und Familie 170
4.2.3 „Sozialisierung“ 172
4.2.4 Vertragsfreiheit? 176
4.2.4.1 Die organisierte Wirtschaft 176
4.2.4.2 Vertiefung: Abkehr vom Willensbezug in der Dogmatik 184
4.2.5 Krisendogmatik 190
4.2.5.1 Weiterdenken der Kriegsprobleme 190
4.2.5.2 Generalklauseln als dogmatische und rechtspolitische Herausforderung 195
4.2.5.2.1 Die Aufwertungsfrage 195
4.2.5.2.2 Die „Flucht in die Generalklauseln“ 199
4.2.6 „Gesetzesdämmerung“? 205
4.3 Nationalsozialismus (1933 – 1945) 211
4.3.1 „Du bist nichts, dein Volk ist alles!“ – Privatrecht im Nationalsozialismus? 211
4.3.2 Vertiefung: Folgenreiche Diskussionen um den nationalsozialistischen Vertragsbegriff 215
4.3.2.1 Vom Anspruch zur Pflicht 218
4.3.2.2 Von der Willensübereinstimmung zum sozialtypischen Verhalten 221
4.3.3 Umwertung des BGB 230
4.3.3.1 Wertungsjurisprudenz I 230
4.3.3.2 Politisierung der Generalklauseln 238
4.3.3.3 Richterliche Umwertungen des BGB 241
4.3.4 Sonderrecht 248
4.3.4.1 Spezialnormen 249
4.3.4.2 Ungleichheit als Rechtsprinzip 251
4.3.4.3 Generalklauseln, Auslegungsvorschriften und Missbrauchsvorbehalte 257
4.3.5 Das Projekt eines Volksgesetzbuches 260
4.3.6 Das BGB im Zweiten Weltkrieg 264
4.4 DDR (1949 – 1989) 267
4.4.1 Privatrecht im Sozialismus? 267
4.4.2 „Restzivilrecht“ 272
4.4.3 Umwertung des BGB 279
4.4.4 Das ZGB der DDR 286
4.5 Besatzungszeit und Bundesrepublik Deutschland (1945 – 2002) 291
4.5.1 Entnazifizierung des Zivilrechts? 291
4.5.1.1 Judikatur und Oberster Gerichtshof für die Britische Zone 291
4.5.1.2 Versöhnung mit dem BGB? – Die Privatrechtswissenschaft und das Erbe der NSZeit 299
4.5.1.3 Wertungsjurisprudenz II 306
4.5.2 Die „Naturrechtsrenaissance“ des Bundesgerichtshofes 313
4.5.3 Vertiefung: Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht 321
4.5.4 Verfassungsprivatrecht 328
4.5.5 Das neue Familienrecht 334
4.5.6 Herausforderungen durch die Sozialwissenschaften 339
4.5.7 Verbraucherrecht 349
4.5.8 Die Schuldrechtsreform 2002 360
5 100 Jahre Bürgerliches Gesetzbuch 373
Abkürzungsverzeichnis 385
Register 393
Personenregister 393
Sachregister 397
Paragraphenregister 407




