Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 500 g
Reihe: ISSN
Edition und Kommentar
Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 500 g
Reihe: ISSN
ISBN: 978-3-484-15084-3
Verlag: M. Niemeyer
Eberhards Minnelieder - 20 an der Zahl - werden nach der Handschrift neu ediert und erstmals vollständig kommentiert. Die Ausgabe ersetzt oder ergänzt damit die Editionen von Wöber (1861), Cramer (1977) und Buschinger (1981). Eberhard gehört neben Hugo von Montfort und Oswald von Wolkenstein zu den profiliertesten Vertretern des deutschsprachigen Minneliedes um 1400. Seine Lyrik ist geprägt durch die Auseinandersetzung mit dem Minnesang-Erbe der klassischen wie nachklassischen Periode, sowohl des deutschen als auch des romanischen Minnesangs. Es zeigt sich darin eine Parallele zum literarischen Hauptwerk Eberhards, "Der Minne Regel", welches als Minnelehrbuch eine deutschsprachige Bearbeitung des lateinischen Traktats "De amore" des Andreas Capellanus vom Ende des 12. Jahrhunderts darstellt. Während der Kommentar der unmittelbaren Texterklärung dient und etwaige Traditionsbezüge nur aufzeigen kann, wird in verschiedenen Einzelinterpretationen wie in der abschließenden Gesamtdarstellung versucht, die Tendenzen von Eberhards Beschäftigung mit dem älteren Minnesang, sein Minnebild und Verständnis von Minnesang zu bestimmen. Dabei wird auch Eberhards Hauptwerk, die Minnerede von 1404, einbezogen, der ein eigenes Kapitel in der Einleitung gewidmet ist. Abgerundet wird die Arbeit durch ein Kapitel zur Person des Autors mit neuen biographischen Fakten und eine eingehende Analyse der Überlieferung mit neuen Ergebnissen zur Chronologie und Datierung der erhaltenen Sammlung.




