Harke | Custodia. | Buch | 978-3-428-18727-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 205, 127 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 230 mm, Gewicht: 232 g

Reihe: Schriften zur Rechtsgeschichte

Harke

Custodia.

Garantiehaftung im römischen Recht?
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-428-18727-0
Verlag: Duncker & Humblot GmbH

Garantiehaftung im römischen Recht?

Buch, Deutsch, Band 205, 127 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 230 mm, Gewicht: 232 g

Reihe: Schriften zur Rechtsgeschichte

ISBN: 978-3-428-18727-0
Verlag: Duncker & Humblot GmbH


Die Quellen zur custodia-Haftung sind auf den ersten Blick von einem grundlegenden Widerspruch geprägt: Einerseits erscheint die Verantwortlichkeit eines Bewachungspflichtigen als automatische Folge eines Diebstahls der ihm überlassenen Sache, die keinen Raum für eine Beurteilung seines individuellen Verhaltens lässt. Andererseits gibt es genügend Aussagen, in denen die Einstandspflicht für custodia wie eine Verschuldenshaftung behandelt oder ihr zumindest gleichgestellt wird. Diese Diskrepanz hat eine Pendelbewegung in der modernen Forschung ausgelöst. Mal hat man angenommen, custodia bezeichne eine Garantiehaftung für niederen Zufall, und alle Quellen, in denen sie in Zusammenhang mit Verschulden oder Sorgfaltspflicht gebracht wird, seien verfälscht; mal hat man angenommen, bei einer Haftung für einen von dritter Seite verursachten Diebstahl sei stets stillschweigend unterstellt, dass sich der Obhutspflichtige den Vorwurf eines Sorgfaltspflichtverstoßes gefallen lassen müsse. Lösen lässt sich das Dilemma nur, wenn man die Begrenzung des Diebstahlsbegriffs in Rom ernst nimmt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. Einleitung
Konfusion in Konstantinopel – Ein Pendel: die moderne Forschung

2. Custodia und furtum
Diebstahl als Haftungstatbestand – Differenzierung nach dem Verschulden?

3. Custodia und culpa
Custodia- als culpa-Haftung – Doch ein Nebeneinander

4. Custodia und diligentia
Bewachung und Sorgfalt – Eine Kontroverse

5. Befund und Deutung
Die Quadratur des Kreises? – Zwei Parallelfälle

6. Was ist custodia und von wem wird sie erwartet?
Custodia als Aufgabe – Anknüpfungspunkte

Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis


Nach Studium und Referendariat 1998 in Freiburg promoviert und habilitierte sich Jan Dirk Harke nach zweijähriger Anwaltstätigkeit und Rückkehr in die Wissenschaft 2003 in Passau. Von 2003 bis 2016 hatte er den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung an der Universität Würzburg inne. 2016 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2009 bis 2016 war Harke Richter am Oberlandesgericht Nürnberg; seit seinem Wechsel nach Jena ist er Richter am Thüringer Oberlandesgericht.

Jan Dirk Harke studied Law at the University of Freiburg. Postdoctoral he worked as a lawyer in the Berlin office of an international law firm. In 2003 he qualified as a Professor. Besides, he was Judge at the Higher Regional Court of Nuremberg from 2009 to 2016. Since 2016 he has been holding the Chair of Civil Law, Roman Law and European History of Law at the University of Jena.



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