Buch, Deutsch, Band 4, 816 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 223 mm
Reihe: akte exil. neue folge
Deutsche Kulturkader im sowjetischen Exil
Buch, Deutsch, Band 4, 816 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 223 mm
Reihe: akte exil. neue folge
ISBN: 978-3-8353-6114-0
Verlag: Wallstein Verlag GmbH
Deutsche Kulturkader und ihre Verstrickungen in das repressive kommunistische System in der Sowjetunion und in der DDR
Von Hitler verfolgt, lag es für deutsche Kommunisten nahe, im »Vaterland der Werktätigen« Zuflucht zu suchen. Welche Chancen, Zumutungen und Gefährdungen die Jahre des Exils in der Sowjetunion für sie bereithielten und wie sie in diesem Rahmen agierten, rekonstruiert Anne Hartmann am Beispiel des Kulturbereichs. Im Mittelpunkt stehen 16 »Kulturkader«, darunter Anton Ackermann, Johannes R. Becher, Willi Bredel, Alfred Kurella, Inge und Gustav von Wangenheim, Erich Weinert, Friedrich Wolf und Hedda Zinner. Alle hatten sich in der Weimarer Zeit der KPD angeschlossen und waren im linken Kultur- und Politikbetrieb tätig. Das Exil überstanden sie äußerlich unbeschadet und traten nach dem Krieg an, das neue Deutschland aufzubauen. Als Betroffene und Beteiligte waren sie allerdings tief in die Gewaltgeschichte des Stalinismus verstrickt.
Kaderakten aus dem Moskauer Kominternarchiv sowie weitere umfangreiche russische und deutsche Aktenbestände erlauben gänzlich neue Einblicke in Wege und Stationen des Exils, Mechanismen der Bürokratie und Repression, Alltag und berufliche »Verwendung«, kulturpolitische Kampagnen und Cliquenkämpfe im Kontext sowjetischer Politik und ideologischer Diskurse. Damit eröffnen sie die Frage nach dem Fortwirken des erlebten und gelebten Stalinismus in der DDR.




