Buch, Deutsch, 660 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Eine kritische Untersuchung zur Konstellation von Glauben und Verstehen im Kontext der Hermeneutischen Theologie bei Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel
Buch, Deutsch, 660 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie
ISBN: 978-3-16-200323-2
Verlag: Mohr Siebeck
Die Hermeneutische Theologie des 20. Jahrhunderts versteht den Glauben als eine ausgezeichnete Weise des Verstehens. Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel knüpfen an Rudolf Bultmanns Programmformel von Glauben und Verstehen an und entfalten sie zu einer eigenständigen theologischen Konzeption. Die leitende These der Studie: Diese Konzeption vollzieht eine folgenreiche Operation, indem sie den Glauben mit dem Verstehen identifiziert. Das Verstehen avanciert zur normativen Leitkategorie und Vollzugsform theologischer Gottes-, Selbst- und Weltdeutung; seine operative Funktion bleibt dabei weitgehend unausgewiesen. Simon Haug unterzieht diese Identifikation einer systematischen kritischen Prüfung, problematisiert die enge Kopplung von Glauben und Verstehen und entwickelt eine entflechtende Differenzierung beider Vollzüge mit besonderer Fokussierung des Nichtverstehens.
Er erschließt zunächst Heideggers existential-ontologische Verstehensanalytik als begriffliche Folie, rekonstruiert sodann die Konstellation von Glauben und Verstehen bei Fuchs, Ebeling und Jüngel und schließt mit einer kritischen Auswertung, in der Identifikation, soteriologische Überladung und unzureichende Reflexion des Verstehens des Verstehens problematisiert werden. Anschließend fragt der Autor eigens nach dem Verstehen des Verstehens: Er setzt mit der Hermeneutikkritik (Hörisch, Lévinas, Waldenfels) ein, zeichnet den Problembefund in exemplarischer Auseinandersetzung mit Emil Angehrns negativistischer Hermeneutik in aktuelle hermeneutische Diskurse ein und mündet in eine Kartographie des Verstehens, die Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen systematisch differenziert. Abschließend justiert er die Konstellation neu: Er markiert eine bleibende Differenz zwischen Glauben und Verstehen, eröffnet weiterführende Diskurshorizonte, bestimmt das Nichtverstehen als konstitutive Dimension des Verstehens wie des Glaubens und bricht damit die Kopplung von Glaube/Verstehen und Unglaube/Nichtverstehen auf.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Heilige & Traditionelle Texte, Mythologie, Vergleichende Mythologie
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Religionsphilosophie, Philosophische Theologie
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Systematische Theologie
Weitere Infos & Material
A Einleitung: Glauben und Verstehen
I. Glauben - Verstehen
II. Verstehen des Verstehens des Glaubens
III. Aufbau und Gliederung
B Verstehen des Glaubens
I. Verstehen verstehen in der hermeneutischen Philosophie
II. Das Verstehen des Glaubens - im Kontext der Hermeneutischen Theologie
III. Das Verstehen des Verstehens des Glaubens in der Hermeneutischen Theologie - Kritische Auswertung
C Verstehen des Verstehens
I. Kritik des Verstehens
II. Das Verstehen des Verstehens - nach der Hermeneutikkritik
III. Verstehen verstehen - eine Kartographie
D Verstehen des (Nicht-)Verstehens des Glaubens
I. Ergebnis der Arbeit: Zur bleibenden Differenz von Glauben und Verstehen
II. Diskurshorizonte
III. Verstehen des Nichtverstehens des Glaubens
A Einleitung: Glauben und Verstehen
I. Glauben - Verstehen
II. Verstehen des Verstehens des Glaubens
III. Aufbau und Gliederung
B Verstehen des Glaubens
I. Verstehen verstehen in der hermeneutischen Philosophie
II. Das Verstehen des Glaubens - im Kontext der Hermeneutischen Theologie
III. Das Verstehen des Verstehens des Glaubens in der Hermeneutischen Theologie - Kritische Auswertung
C Verstehen des Verstehens
I. Kritik des Verstehens
II. Das Verstehen des Verstehens - nach der Hermeneutikkritik
III. Verstehen verstehen - eine Kartographie
D Verstehen des (Nicht-)Verstehens des Glaubens
I. Ergebnis der Arbeit: Zur bleibenden Differenz von Glauben und Verstehen
II. Diskurshorizonte
III. Verstehen des Nichtverstehens des Glaubens




