Buch, Deutsch, Band 226, 320 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 233 mm, Gewicht: 435 g
Reihe: Schriften zum Strafrecht
Kritische Analyse einer prozessualen Schlüsselnorm im materiellen Recht
Buch, Deutsch, Band 226, 320 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 233 mm, Gewicht: 435 g
Reihe: Schriften zum Strafrecht
ISBN: 978-3-428-13654-4
Verlag: Duncker & Humblot
Katrin Hawickhorst befasst sich mit einem der politisch und rechtswissenschaftlich umstrittensten Problemfelder des Strafrechts - dem Terrorismusstrafrecht. Sie unterzieht den § 129a StGB, der die Strafbarkeit terroristischer Vereinigungen regelt, einer umfassenden verfassungsrechtlichen und strafrechtsdogmatischen Analyse. Dabei erörtert die Autorin verschiedene sich aus dem Tatbestand der Norm sowie europarechtlichen Anforderungen ergebende Probleme. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass § 129a StGB in seiner derzeitigen Fassung verfassungswidrig und mit grundlegenden Prinzipien der deutschen Strafrechtsdogmatik unvereinbar ist.
Die Norm reiht sich dabei in eine rechtspolitische Entwicklung ein, die aktuell unter dem Stichwort "Feindstrafrecht" diskutiert wird. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit diesem Konzept geht Hawickhorst auch auf den praktischen Anwendungsbereich des § 129a StGB ein, der sich im Wesentlichen auf die - oft rechtsmißbräuchliche - Ermöglichung eingriffsintensiver Ermittlungsmaßnahmen beschränkt. Vor diesem Hintergrund kommt die Autorin zu dem Ergebnis, dass an der Existenz des § 129a StGB im deutschen Strafrecht nicht festgehalten werden kann, und setzt sich mit alternativen Regelungsmodellen auseinander.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Teil: Einführung: Einleitung - Geschichte - Terrorismusbegriff - 2. Teil: Das Vereinigungsdelikt des § 129a StGB: Der Vereinigungsbegriff der §§ 129 ff. StGB - Deliktsnatur des § 129a StGB - Systematik und Tatbestandsvoraussetzungen - Überblick über die durch § 129a StGB ausgelösten bzw. ermöglichten Folgemaßnahmen - 3. Teil: Ausgewählte Probleme der aktuellen Normfassung: Rechtsgut des § 129a StGB - Häufung unbestimmter Rechtsbegriffe in § 129a Abs. 2 StGB - Verletzung des Tatprinzips durch Vorverlagerung der Strafbarkeit - Präventionsstrafrecht - Zusammenfassung - 4. Teil: Zur grundsätzlichen (Il-)Legitimität feindstrafrechtlicher Gesetzgebung: Das Konzept Jakobs' und die Reaktionen der Rechtswissenschaft - Analytische Tauglichkeit des Konzepts - Feindstrafrechtliche Elemente in der deutschen Strafgesetzgebung - Normative Bewertung von Feindstrafrecht - Zusammenfassung - 5. Teil: Verfahren nach § 129a StGB in der Praxis: § 129a StGB als Ermittlungsparagraph - Typische Problemfelder bei Gerichtsverfahren gegen terroristische Vereinigungen - 6. Teil: Gesamtbeurteilung des § 129a StGB: Einleitung - Zulässigkeit einer reinen Schlüsselnorm - Verfassungsmäßigkeit des § 129a StGB - Kriminalpolitische Bewertung der Norm - 7. Teil: Ergebnis und Ausblick: Ergebnis - Ausblick: Alternative Regelungsmöglichkeiten - Literaturverzeichnis - Stichwortverzeichnis




