Heidegger / Friedrich | Martin Heidegger Gesamtausgabe | Buch | 978-3-465-02787-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 274 Seiten

Heidegger / Friedrich

Martin Heidegger Gesamtausgabe

III. Abteilung: Unveröffentlichte Abhandlungen - Vorträge - Gedachtes. Bd. 67: Metaphysik und Nihilismus 1. Die Überwindung der Metaphysik 2. Das Wesen des Nihilismus
Erscheinungsjahr 1999
ISBN: 978-3-465-02787-4
Verlag: Vittorio Klostermann

III. Abteilung: Unveröffentlichte Abhandlungen - Vorträge - Gedachtes. Bd. 67: Metaphysik und Nihilismus 1. Die Überwindung der Metaphysik 2. Das Wesen des Nihilismus

Buch, Deutsch, 274 Seiten

ISBN: 978-3-465-02787-4
Verlag: Vittorio Klostermann


Die beiden Abhandlungen 'Die Überwindung der Metaphysik' (1938/39) und 'Das Wesen des Nihilismus' (1946-1948) gehören zeitlich und formal nicht zusammen. Trotzdem bot es sich an, die beiden Texte in einem Band zu vereinigen, weil sie beide von unterschiedlichen Fragestellungen aus eine gemeinsame These behandeln: die These, daß das seinsgeschichtliche Wesen der Metaphysik Nihilismus ist.

Die 'Überwindung der Metaphysik' ist für Heidegger der entscheidende geschichtliche Augenblick, in dem die Metaphysik als Geschichte der Seinsverlassenheit erfahren und zugleich überwunden wird. Die Seinsverlassenheit offenbart sich in der letzten und äußersten Steigerung der Metaphysik als 'unbedingte Vormacht der Machenschaft'. Machenschaft bedeutet hier die alles beherrschende Machbarkeit des Seienden. Durch sie wird offenbar, daß das Sein des Seienden in der Metaphysik als Herstellung aus einer obersten Ursache oder einem höchsten Grund begriffen wird. Das Sein selbst bleibt hierbei ungedacht, weil in dieser Begründung das Seiende in seinem Sein nur wieder durch ein anderes höchstes Seiendes erklärt wird. Aus dieser seinsgeschichtlichen Erfahrung heraus übernimmt die vorliegende Abhandlung die Aufgabe, die Wahrheit

des Seyns als 'Ab-grund' und 'Ereignis' aus der Überwindung der metaphysischen Begründung des Seins zu durchdenken.

An diesen Grundgedanken der 'Überwindung' knüpft, und zwar von seiner seinsgeschichtlichen Bedingung der Machenschaft her, auch die zweite Abhandlung an: 'Das Wesen des Nihilismus'. In dieser Abhandlung geht es um den Versuch, durch Nietzsches Wort 'Gott ist todt' auf das Wesen des Nihilismus hinzuweisen. Die Tötung Gottes entspringt dem Willen zur Macht als der äußersten Gestalt der Machenschaft. Das Sein des Seienden wird hierbei begriffen als Wertsetzung aus dem Willen zur Macht. In dieser Setzung des Seins als Wert kommt offen zum Vorschein, daß das Sein selbst in der Metaphysik ungedacht geblieben ist. Die Metaphysik ist demnach die Geschichte, in der es mit dem Sein selbst 'nichts' ist, und aus diesem Grund ist die Metaphysik als solche der eigentliche Nihilismus.

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Zielgruppe


Philosophen, Philosophiestudenten, Literaturwissensschaftler, Germanisten

Weitere Infos & Material


Martin Heidegger (26.9.1889 - 26.5.1976) gilt neben Ludwig Wittgenstein als der einflußreichste und bedeutendste Philosoph des 20. Jahrhunderts.



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