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Buch, Deutsch, Band 11, 358 Seiten
Reihe: Quellen zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas
Erinnerungen des deutschbaltischen Militäringenieurs Peter Unterberger (1881–1960) an seine Jugend und Karriere im Russländischen Reich
Buch, Deutsch, Band 11, 358 Seiten
Reihe: Quellen zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas
ISBN: 978-3-87969-505-8
Verlag: Verlag Herder-Institut
„Zwischen zwei Stühlen“ hat der Militär-Ingenieur Peter Unterberger seine Memoiren betitelt, um seinen Nachkommen über ein sehr bewegtes Leben im Russländischen Reich als Offizier, revolutionären Russland und dann im chinesischen Exil bis zu Beginn der 1930er Jahre zu berichten. Der Titel und die Ausführungen Unterbergers über die Deutschen im Russländischen Reich verweisen darauf, dass die Deutschen außerhalb der Ostseeprovinzen, wo sie die sozialen Eliten stellten, zwar wichtige Positionen in der Reichsverwaltung und im Militär einnahmen, aber trotz aller Loyalität zum Zarenhaus zumindest von Teilen der Bevölkerung als „Fremde“, als nicht-russisch bzw. von den Deutschbalten als nicht-deutsch wahrgenommen worden.
Der Lebensweg Peter Unterbergers kann als exemplarisch für die Rolle gerade der im russländischen Militär und in der Reichsverwaltung tätigen deutschsprachigen Funktionseliten gedeutet werden. Insgesamt bieten diese Memoiren aus einer Mikroperspektive wichtige Einblicke in den Alltag und Selbstverständnis der deutschsprachigen Funktionseliten im Fernen Osten sowie über die Herausforderungen und Freiheiten des dortigen Lebens im Vergleich zur Hauptstadt St. Petersburg.




