Herrmann | Handbuch der feministischen Rechtstheorie | Buch | 978-3-69173-650-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 116 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 216 mm, Gewicht: 175 g

Herrmann

Handbuch der feministischen Rechtstheorie

Gleichheit ist nicht genug
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-69173-650-2
Verlag: Bremen University Press

Gleichheit ist nicht genug

Buch, Deutsch, 116 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 216 mm, Gewicht: 175 g

ISBN: 978-3-69173-650-2
Verlag: Bremen University Press


Das Handbuch der feministischen Rechtstheorie bietet eine umfassende, systematische und zugleich kritisch-normative Einführung in ein zentrales, lange marginalisiertes Feld der Rechtswissenschaft. Es zeigt, dass Recht weder neutral noch geschlechtslos ist, sondern tief in gesellschaftliche Machtverhältnisse eingebettet bleibt – und dass gerade darin sein emanzipatorisches wie auch sein repressives Potenzial liegt.
Ausgehend von erkenntnistheoretischen Grundlagen entfaltet das Werk feministische Perspektiven auf zentrale rechtstheoretische Kategorien wie Subjektivität, Gleichheit, Rationalität, Universalismus, Staatlichkeit und Öffentlichkeit. Es rekonstruiert die historischen Linien feministischer Rechtskritik, analysiert Recht als Machtordnung und integriert intersektionale, postkoloniale sowie queer-feministische Ansätze. Dabei wird deutlich, dass feministische Rechtstheorie nicht auf „Frauenfragen“ reduzierbar ist, sondern eine grundlegende Neubewertung rechtlicher Normativität verlangt.
In einem zweiten Schwerpunkt überträgt das Handbuch diese theoretischen Einsichten konsequent auf zentrale Rechtsgebiete – vom Verfassungs- und Menschenrecht über das Zivil-, Familien-, Straf-, Arbeits- und Sozialrecht bis hin zu Fragen rechtspolitischer Gestaltung. Recht erscheint dabei nicht als bloßes Regelwerk, sondern als umkämpfter sozialer Raum, in dem Geschlecht, Macht und Gerechtigkeit fortlaufend neu ausgehandelt werden.
Das Handbuch der feministischen Rechtstheorie verbindet wissenschaftliche Präzision mit gesellschaftlicher Relevanz und versteht feministische Rechtstheorie als offenes, selbstreflexives Projekt – notwendig, solange Recht Ungleichheit strukturiert und zugleich die Möglichkeit zu ihrer Überwindung in sich trägt. Also immer.

Bremen University Press hat seit 2005 über 5.000 Fachbücher in verschiedenen Sprachen publiziert.

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