Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 234 mm, Gewicht: 520 g
Der Erzähler Wilhelm Genazino
Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 234 mm, Gewicht: 520 g
ISBN: 978-3-935025-88-1
Verlag: SYNCHRON - Wissenschaftsverlag der Autoren
Ausgehend von der These eines sich im Schreiben vollziehenden Individuationsprozesses untersucht vorliegende Studie die Formen narrativer Wirklichkeitskonstruktion in W. Genazinos Erzählwerk. Methodisch hält sich die Analyse an hermeneutische Voraussetzungen, die soziologische, weltanschauliche und erzähltheoretische Fragen einschließen. Genazinos Texte präsentieren ein dialektisches Erzählen, das die Gegensätze nicht aufeinanderprallen lässt, sondern sie in die Schwebe bringt. Die von Mangel geprägte Welt dieser Texte ist nicht nur eine Projektionsfläche der den Figuren eigenen Verstörungen, sondern öffnet sich auch für Wege in den inneren Erzählraum. Begabt mit einem besonderen Blick, reden diese Figuren gegen ihr Verschwinden an und wissen doch, dass gerade diese Rede das rettende Spiel ist. Im Status der Vorläufigkeit, in der Vorfreude auf ein neues, ein anderes Spiel liegt ihr Besonderes. So entdeckt Genazino zwar die Komik des unabwendbaren Scheiterns, doch zugleich tritt auch die Todesthematik verstärkt in den Vordergrund. Genazinos Werk schließt an die Literatur der klassischen Moderne an, in die er sich einschreibt, indem er mit ihr ironisch spielt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Die Abschaffel-Trilogie (1977-79) - Der fremde Blick - Erinnerungstheater - Scham - Verlaufskurve eines Affekts - Scheitern als Selbsterzählung und die Verbergung der Figur - Von der Last der Welt zur Lust am Text - Verhüllte Autobiographie




