Buch, Deutsch, 104 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 172 g
Kurzroman über das Echo des ungelebten Lebens
Buch, Deutsch, 104 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 172 g
ISBN: 978-3-565-23911-5
Verlag: epubli
„Wir leiden nicht, weil wir den falschen Zug genommen haben – sondern weil wir uns in den Schatten verliebt haben, den wir nicht werfen.“
Graz, November 2002. Es riecht nach kaltem Rauch, Münztelefonen und nassem Asphalt. Elias ist Restaurator. Er liebt die Stille alter Uhren und den Geruch von Bernsteinlack mehr als den Lärm der Menschen. In seiner Tasche trägt er seit fünfzehn Jahren ein unentwertetes Zugticket vom November 1987 – das Symbol für die glanzvolle Zukunft, in die er nie eingestiegen ist.
Als er eines Nachts im Nebel den mysteriösen „Bahnhof der verpassten Züge“ betritt, erhält er die Chance, in die Echos seiner ungelebten Leben zu reisen (als Pianist, Vater oder Weltenbummler). Doch was er dort findet, ist nicht das erhoffte Glück. Er muss lernen: Das ungelebte Leben hat keinen Körper. Es ist nur ein Schatten. Und Schatten kann man nicht umarmen.
Ein Buch wie eine warme Decke an einem verregneten Sonntag.
Michael Hirtl (sohnvommond) erzählt von der Schönheit des Unvollkommenen. „Der Bahnhof der verpassten Züge“ ist Visionary Fiction im Gewand des Poetischen Realismus. Eine leise Hymne auf die Patina der Seele und den Mut, im Hier und Jetzt anzukommen.
„Vielleicht ist das Glück nicht dort, wo die Schienen enden, sondern genau dort, wo ihr gerade steht.“




