Buch, Deutsch, 216 Seiten, Format (B × H): 203 mm x 133 mm, Gewicht: 384 g
100 Orte der Erinnerung. Ein Reiseführer
Buch, Deutsch, 216 Seiten, Format (B × H): 203 mm x 133 mm, Gewicht: 384 g
Reihe: Fußballheimat / 100 Orte der Erinnerung
ISBN: 978-3-96423-142-0
Verlag: arete Verlag
Begleiten Sie uns auf eine fußballerische Reise durch den Freistaat Sachsen und erfahren Sie mehr über die sächsischen Traditionsvereine und die neuen Emporkömmlinge. Wir stellen in Vergessenheit geratene Kultstätten wie das Riesaer Ernst-Grube-Stadion oder den Roten Hügel in Meerane sowie wichtige Orte der deutschen Fußballgeschichte vor und erzählen von den ersten deutschen Fußballstars Camillo Ugi und Richard Hofmann.
Sächsische Fußballgeschichte(n) gibt es überall, nicht nur in den urbanen Zentren Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau, sondern auch im Vogtland, im Erzgebirge, in der Sächsischen Schweiz und in der zweisprachigen Oberlausitz. Egal ob Kreisklasse, DDR-Oberliga oder Bundesliga, ob Dorfsportplatz, Kultstätte oder Arena – der Fußball in Sachsen ist vielfältig und voller lebendiger Erinnerungsorte.
Für beide Autoren ist die „Fußballheimat Sachsen“ bereits die zweite Veröffentlichung im Arete Verlag. Hans-Peter Hock hat das viel beachtete Buch „Der Dresden Football Club und die Anfänge des Fußballs in Europa“ (2016) publiziert und Peer Pawelczyk ist Co-Autor der „Fußballheimat Sachsen-Anhalt“ (2023).
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Sachsen ist ein flächenmäßig kleines Bundesland, landschaftlich aber überaus abwechslungsreich. Dem hügeligen Vogtland im Westen folgt nach Osten das Erzgebirge, das rechts der Elbe in die malerische Sächsische Schweiz übergeht. Es gibt enge Flusstäler, aber auch die weite Leipziger Tiefebene und die landschaftlich reizvolle Oberlausitz.
Fußballerisch gibt es viel zu erzählen: Bereits in den 1880er-Jahren haben Turnlehrer in Bautzen, Dresden und Leipzig ihre Schüler Fußball spielen lassen. Emil von Schenkendorf aus Görlitz gründete 1891 den Zentral-Ausschuss zur Förderung der Jugend- und Volksspiele in Deutschland, der sich für die Anlage von Sportplätzen und für Bewegungsspiele einsetzte. Die Gründung des Deutschen Fußball-Bundes und der erste deutsche Fußballmeister sind in Sachsen zu verorten, ebenso zahlreiche Meistermannschaften der DDR-Oberliga. Erfolgreiche Teams in Aue, Dresden und Leipzig wurden dabei oftmals Opfer von sportpolitisch fragwürdigen Entscheidungen und Umstrukturierungen seitens der DDR-Obrigkeit.
Sporthistorisch betrachtet, gibt es einige Besonderheiten. Bis 1933 spielte neben dem DFB der Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) in Sachsen eine wichtige Rolle. Er trug eigene Meisterschaften aus und mehrere Fußballplätze, die in diesem Buch vorgestellt werden, gehen auf Vereine des ATSB zurück. Die Region um Görlitz und auch Teile der Oberlausitz waren bis 1945 dem Südostdeutschen Fußball-Verband bzw. der Gauliga Schlesien zugeordnet. Erst seit der Wende gehören die Fußballvereine im Freistaat Sachsen einem gemeinsamen Verband an, dem am 6. Oktober 1990 in Chemnitz gegründeten Sächsischen Fußball-Verband. Er ist mittlerweile in Leipzig beheimatet und vertritt rund 860 Vereine mit über 165.000 Mitgliedern. Traditionsteams wie Erzgebirge Aue, Lokomotive Leipzig und Dynamo Dresden haben nach wie vor eine riesige Fangemeinde. In jüngster Zeit ist Sachsen durch die sportlichen Erfolge von RasenBallsport Leipzig auch wieder in den Fokus des europäischen Fußballs gerückt.
Dieses Buch begibt sich auf Spurensuche – zu 100 Orten, an denen sich diese lange und vielschichtige Fußballgeschichte bis heute ablesen lässt.




