Hofmann, Karl
Karl Hofmann wurde im Dezember 1921 in Heilbronn geboren und wuchs in einem behüteten Elternhaus auf. Seiner tief gläubigen Mutter, deren Hilfsbereitschaft und Tatkraft er bewunderte, fühlte er sich besonders verbunden. Sein Vater war Drucker und vertrat sozialdemokratische Überzeugungen. Die Familie stand dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber.
Im Alter von 17 Jahren wurde er bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum Wehrdienst eingezogen. Obwohl er aufgrund seiner begonnenen medizinischen Ausbildung zunächst Sanitätsabteilungen zugeordnet worden war, betrachtete er es als persönliche Herausforderung, sich an vorderster Front einsetzen zu lassen.
Besonders schwer traf ihn der Tod seiner Eltern beim Bombenangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 - ausgerechnet an seinem 23. Geburtstag. Trotz dieses Schicksalsschlags setzte er seinen Lebensweg mit bemerkenswerter Willensstärke fort. Er schloss seine Ausbildung zum Dentisten ab und qualifizierte sich anschließend durch ein Aufbaustudium zum Zahnarzt.
Während seiner Ausbildung lernte er in Brackenheim Reinhild Schober kennen, die er 1951 in Berneck im Schwarzwald heiratete. Gemeinsam bekamen sie einen Sohn und zwei Töchter.
1953 eröffnete Karl in Weil der Stadt seine eigene Zahnarztpraxis. Zwei Jahre später fand die Familie dort eine Wohnung. Trotz anfänglichen Gegenwinds entwickelte sich die Praxis zu einer angesehenen und gefragten Anlaufstelle.
Auch im Ruhestand blieb Karl unternehmungslustig. Zweimal bereiste er mit dem Wohnwagen die Schauplätze seiner Kriegsjahre. Seine Abneigung gegen den Kommunismus verbarg er dabei nicht. Mit einem Augenzwinkern könnte man ihn als "Missionar für den Kapitalismus" bezeichnen.
In dieser Zeit schrieb er mit besonderem Blick auf seine Enkel das Buch "Nicht noch einmal". Darin verarbeitete er seine Kriegserfahrungen und verband sie mit dem Wunsch, dass sich die Schrecken des Krieges niemals wiederholen mögen.
Seine letzten Lebensjahre waren von mehreren Schlaganfällen geprägt, die seine Selbstständigkeit zunehmend einschränkten. Am 5. Dezember 2012 starb Karl Hofmann, 91 Jahre alt, zu Hause an den Folgen einer Lungenentzündung.
Karl Hofmann:
Karl Hofmann wurde im Dezember 1921 in Heilbronn geboren und wuchs in einem behüteten Elternhaus auf. Seiner tief gläubigen Mutter, deren Hilfsbereitschaft und Tatkraft er bewunderte, fühlte er sich besonders verbunden. Sein Vater war Drucker und vertrat sozialdemokratische Überzeugungen. Die Familie stand dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber.
Im Alter von 17 Jahren wurde er bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum Wehrdienst eingezogen. Obwohl er aufgrund seiner begonnenen medizinischen Ausbildung zunächst Sanitätsabteilungen zugeordnet worden war, betrachtete er es als persönliche Herausforderung, sich an vorderster Front einsetzen zu lassen.
Besonders schwer traf ihn der Tod seiner Eltern beim Bombenangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 - ausgerechnet an seinem 23. Geburtstag. Trotz dieses Schicksalsschlags setzte er seinen Lebensweg mit bemerkenswerter Willensstärke fort. Er schloss seine Ausbildung zum Dentisten ab und qualifizierte sich anschließend durch ein Aufbaustudium zum Zahnarzt.
Während seiner Ausbildung lernte er in Brackenheim Reinhild Schober kennen, die er 1951 in Berneck im Schwarzwald heiratete. Gemeinsam bekamen sie einen Sohn und zwei Töchter.
1953 eröffnete Karl in Weil der Stadt seine eigene Zahnarztpraxis. Zwei Jahre später fand die Familie dort eine Wohnung. Trotz anfänglichen Gegenwinds entwickelte sich die Praxis zu einer angesehenen und gefragten Anlaufstelle.
Auch im Ruhestand blieb Karl unternehmungslustig. Zweimal bereiste er mit dem Wohnwagen die Schauplätze seiner Kriegsjahre. Seine Abneigung gegen den Kommunismus verbarg er dabei nicht. Mit einem Augenzwinkern könnte man ihn als "Missionar für den Kapitalismus" bezeichnen.
In dieser Zeit schrieb er mit besonderem Blick auf seine Enkel das Buch "Nicht noch einmal". Darin verarbeitete er seine Kriegserfahrungen und verband sie mit dem Wunsch, dass sich die Schrecken des Krieges niemals wiederholen mögen.
Seine letzten Lebensjahre waren von mehreren Schlaganfällen geprägt, die seine Selbstständigkeit zunehmend einschränkten. Am 5. Dezember 2012 starb Karl Hofmann, 91 Jahre alt, zu Hause an den Folgen einer Lungenentzündung.