Buch, Deutsch, 188 Seiten, Format (B × H): 124 mm x 188 mm, Gewicht: 230 g
Reihe: edition
Buch, Deutsch, 188 Seiten, Format (B × H): 124 mm x 188 mm, Gewicht: 230 g
Reihe: edition
ISBN: 978-3-944359-85-4
Verlag: Schruf & Stipetic
Die Mutter wird zur Geisterfahrerin. Sie kann keine Rouladen mehr kochen. Sie vergisst Wörter. Sofaritzen füllen sich mit Tabletten. Was passiert im Kopf einer Demenzkranken? Was geschieht mit ihren Gefühlen? Erinnerungen und Sprache verschwinden. Aber wohin?
Victoria Hohmanns Ich-Erzählerin ist die Tochter, die nach Antworten auf diese Fragen sucht. Mal einfühlsam, mal kritisch reflektiert sie die persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Konsequenzen der Krankheit. Vor allem aber wagt sie mit einer literarisch verdichteten Sprache einen Blick auf Demenz, der die Betroffenen in den Fokus rückt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Der Text orientiert sich an der realen Demenzerkrankung meiner Mutter. Autorin und Ich-Erzählerin sind dabei nicht identisch. Alle Personen und Ereignisse sind verfremdet, fiktionalisiert, einer sich beim Schreiben ergebenden Dra¬maturgie folgend zusammengesetzt. Es ist ein authentisches Erzählen über eine Krankheit, gleichzeitig ein dichterisches. Damit ist diese Geschichte auf eine Weise wahr und doch nicht zu verwechseln mit der Wirklichkeit. Demenzkranke können nicht oder nur zu Beginn von ihrer Krankheit be¬richten. Es war mir ein Anliegen von dem zu schreiben, für das meine Mutter keine Worte mehr hat. Über Demenzer-krankungen wird in der Öffentlichkeit immer noch zu we¬nig gesprochen und wenn, geht es oft um Pflege und deren Kosten. Ich hoffe, dieses Buch kann einen Beitrag leisten die Betroffenen in den Fokus zu rücken, den Umgang mit ihnen verändern, die Art sie wahrzunehmen.




