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Horkheimer / Sohn-Rethel / Brandner | Briefwechsel 1936-1971 | Buch | 978-3-86259-102-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 72 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 208 mm, Gewicht: 200 g

Horkheimer / Sohn-Rethel / Brandner

Briefwechsel 1936-1971


1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-86259-102-2
Verlag: Ca Ira Verlag

Buch, Deutsch, 72 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 208 mm, Gewicht: 200 g

ISBN: 978-3-86259-102-2
Verlag: Ca Ira Verlag


Die Korrespondenz zwischen Alfred Sohn-Rethel und Max Horkheimer dokumentiert eindringlich die Geschichte des Werks Sohn-Rethels und dessen Ringen mit der inhaltlichen Kritik Horkheimers, der zu einem von der frühen Begeisterung Adornos diametral verschiedenen Urteil über die Arbeiten Sohn-Rethels kam. Als Schlüsseldokument für das Verständnis der Entwicklung des Materialismus der kritischen Theorie und eindrückliches Zeugnis der theoretischen Arbeit unter den Bedingungen von Flucht und Exil zeigt der Briefwechsel, dass nicht eine »Feindseligkeit« Horkheimers gegenüber den Arbeiten Sohn-Rethels der Grund dafür war, dass dieser keinen Anschluss an das Institut für Sozialforschung finden konnte, wie vielfach trivialisierend spekuliert wurde, sondern die Verständigung zwischen Horkheimer und Sohn-Rethel blockiert war, weil es diesem in den verschiedenen Anläufen der Ausarbeitung seiner Thesen nicht gelang, das kritische Potential seiner Entdeckung der »geheimen Identität von Warenform und Denkform« einzulösen.

Statt also Abschätzigkeit persönlicher oder theoretischer Art zu offenbaren, zeigen sich in der Korrespondenz zwischen Sohn-Rethel und Horkheimer – etwa mit Blick auf dessen Kritik an Sohn-Rethels scheinradikaler Treue zum marxistischen Begriff der Praxis – die nicht nur nachträglich zu Tage tretenden Ambivalenzen und Widersprüche im Denken Sohn-Rethels sowie die Differenz zwischen dem Marxismus Sohn-Rethels und dem Materialismus der kritischen Theorie.

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Weitere Infos & Material


Brandner, Felix
Felix Brandner lebt in Wien und Ligurien. Er studierte Bildungswissenschaften und Philosophie in München und promovierte an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über den Einfluss des Neukantianismus auf die materialistische Erkenntniskritik von Alfred Sohn-Rethel und Georg Lukács. Er ist Redakteur der Zeitschrift sans phrase.

Horkheimer, Max
Max Horkheimer wurde 1895 in Stuttgart geboren und starb 1973 in Nürnberg. Er war Philosoph, Soziologe sowie Mitbegründer und langjähriger Direktor des Instituts für Sozialforschung. Diese Position übernahm er 1930. Nach dem amerikanischen Exil kehrte er 1949 nach Frankfurt zurück und baute das Institut neu auf.

Sohn-Rethel, Alfred
Alfred Sohn-Rethel, geboren 1899 in Neuilly-sur-Seine und 1990 in Bremen gestorben, war Nationalökonom und Sozialphilosoph. Er studierte in Heidelberg und Berlin und promovierte 1928 bei Emil Lederer. Er stand in engem Austausch mit Walter Benjamin, Ernst Bloch und Theodor W. Adorno. Von 1931 bis 1936 arbeitete er beim Mitteleuropäischen Wirtschaftstag, wo er die NS-Ökonomie analysierte. 1936 ging er ins Exil. Sein Hauptwerk Geistige und körperliche Arbeit erschien 1970; seine Gesammelten Schriften erscheinen seit 2012 bei ça ira.



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