Irsigler / Jürgensen / Langer | Zwischen Text und Leser | Buch | 978-3-88377-915-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 307 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

Irsigler / Jürgensen / Langer

Zwischen Text und Leser

Studien zu Begriff, Geschichte und Funktion literarischer Spannung
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-88377-915-7
Verlag: edition text+kritik

Studien zu Begriff, Geschichte und Funktion literarischer Spannung

Buch, Deutsch, 307 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

ISBN: 978-3-88377-915-7
Verlag: edition text+kritik


Zwar nimmt das Phänomen der Spannung eine maßgebliche Rolle in der literarischen Kommunikation ein, aber es hat bislang kaum das Interesse der literaturwissenschaftlichen Forschung gefunden. Wesentlich verantwortlich für diese Diskrepanz ist zum einen, dass Spannung als Signum der Trivialliteratur gilt, und zum anderen, dass es im Wesen von Spannung liegt, nicht allein als objektive Textstruktur beschreibbar zu sein, sondern auch ein subjektives Rezeptionsphänomen darzustellen. In "Zwischen Text und Leser" wird das Phänomen der literarischen Spannung, ausgehend von Konzepten und Theorien der Filmwissenschaft, der Medienpsychologie und der Kognitionsforschung, neu in den Blick genommen. In theoretisch und systematisch ausgerichteten Beiträgen, in gattungstypologischer und in historischer Perspektive (u.a. bei Heinrich von Kleist, Sigmund Freud und Franz Kafka) werden Formen und Funktionen der Spannung im Interaktionsverhältnis von Autor, Text und Leser analysiert. Insgesamt wird dabei deutlich, dass Spannung auch für Texte der Hochliteratur eine zentrale Bedeutung besitzt - jeder Text will schließlich (bis zum Ende) gelesen werden.

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Weitere Infos & Material


Ingo Irsigler / Christoph Jürgensen / Daniela Langer
Einleitung: Spannung in der Literatur(wissenschaft)

Daniela Langer
Literarische Spannung/en. Spannungsformen in erzählenden Texten und Möglichkeiten ihrer Analyse

Kathrin Ackermann
Möglichkeiten und Grenzen der historischen Spannungsforschung

Annemone Ligensa
Perverse suspense. Spannung und unzuverlässiges Erzählen an Beispielen angloamerikanischer Literatur

Tilmann Köppe
Kann man ein Buch spannend finden, obwohl man weiß, wie es endet? Überlegungen zum 'Paradox der Spannung'

Ulrich Kinzel
Spannung und Horizont

Christoph Deupmann
Langeweile. Das Andere der Spannung

Martin Schuhmann
Warum mittelhochdeutsche Literatur spannend ist

Rüdiger Singer
Spannung in Kürze. Pointenepigramm und Monodistichon

Andreas Blödorn
Lektüre als Fieberanfall ? Empathie als Modell der (An-)Spannung. Mit einer neu gefassten 'Diagnose' der "Leiden des jungen Werther"

Martin Maurach
Modifizierte Antizipation und interlokutorische Retardierung. Zu Spannungseffekten in einigen Erzählungen bei Kleist

Ingo Irsigler / Christoph Jürgensen
Über all "das spukhafte Zeug". Zum Spannungsdiskurs in E. T. A. Hoffmanns "Der unheimliche Gast"

Jörg Türschmann
Spannung in Zeitungsliteratur. Romananfang und serielles Erzählen am Beispiel des frühen französischen Feuilletonromans

Claude Haas
"An einem Nachmittag zu heiser Sommerszeit". Spannungsaufbau und Leser(ab)lenkung in Freuds "Wolfsmann"

Malte Kleinwort
Spannung(en) bei Kafka

Ralph Müller
Witz und Spannung. Am Beispiel von Markus Werners "Am Hang"

Notizen

Register


Irsigler, Ingo
Ingo Irsigler, Studium der Neueren deutschen Literatur und Medien, Pädagogik und Älteren deutschen Literatur- und Sprachwissenschaft in Kiel; ab WS 2003/04 Lehrbeauftragter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien; 2007 Promotion; seit 2008 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Universität Kiel.

Langer, Daniela
Daniela Langer, Studium der Germanistik und Biologie in Tübingen und Kiel, ab 2000 Lehrbeauftragte am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel; 2003 Promotion mit einer Arbeit zur Autobiografie bei Friedrich Nietzsche und Roland Barthes. Ab 2003 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Heinrich Detering in Kiel, seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Deutsche Philologie an der Universität Göttingen.

Jürgensen, Christoph
Christoph Jürgensen, Studium der Germanistik und Philosophie in Kiel, ab 2002 Lehrbeauftragter am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel, 2005 Promotion; seit 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Akademischer Rat auf Zeit) am Lehrstuhl für Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Wuppertal



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