Methodische Grundlagen ihrer Entwicklung
Buch, Deutsch, 290 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 470 g
ISBN: 978-3-540-56913-8
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Eine empirische Analyse bislang entwickelter juristischer
Expertensysteme macht deutlich, da~ der Einsatz von
Computern den Bed}rfnissen juristischer Anwender nicht
gerecht wird. Das starke Mi~verh{ltnis zwischen erwarteter
und tats{chlicher Leistung eines solchen Systems wie auch
verschiedene m gliche Ursachen hierf}r werden in diesem Buch
dargestellt und analysiert. Die Rolle der Logik bei der
Entwicklungjuristischer Expertensysteme wird ausf}hrlich
untersucht. Etablierte Konzeptionen der juristischen
Methodenlehre werden aufgegriffen und aus der Sicht der
Informatik rekonstruiert. Das Buch beleuchtet die
M glichkeiten einer Computerunterst}tzung der einzelnen
Methoden. Dabei hat der Autor mehrere
neuartige Modelle f}r die Gestaltung juristischer
Expertensysteme entwickelt und herausgearbeitet, da~ das
Instrumentarium der Technikfolgenabsch{tzung einen wichtigen
Beitraghierbei leisten kann. 119 juristische
Expertensysteme sind in einer tabellarischen vergleichenden
]bersicht dargestellt. Rechts- und Sozialwissenschaftler
sowie Informatiker erhalten eine schnelle Orientierung}ber
den gegenw{rtigen Stand der Entwicklung.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einführung/Überblick.- 1 Juristische Expertensysteme — Ein Überblick über den Stand der Entwicklung.- 1.1 Einführung.- 1.2 Der Begriff “Künstliche Intelligenz”.- 1.3 Der Begriff “Expertensystem”.- 1.4 Zum Begriff “Wissensbasiertes System”.- 1.5 Bewertung der genannten Sichtweisen.- 1.6 Klassifikation der Systeme.- 1.7 Empirische Auswertung juristischer Expertensysteme.- 1.8 Schlußbemerkungen.- 2 Erwartungshaltung gegenüber juristischen Expertensystemen.- 2.1 Einführung.- 2.2 Entmythologisierung der KI.- 2.3 Entmythologisierung “sprachverstehender” juristischer Expertensysteme.- 2.4 Entmythologisierung fallvergleichender juristischer Expertensysteme.- 2.5 Schlußbemerkungen.- 3 Konzeptionen der Informatik als Entwicklungsgrundlage juristischer Expertensysteme.- 3.1 Einführung.- 3.2 Inferenztypen.- 3.3 Analogie zwischen Rechtsanwendung und Produktionssystemen.- 3.4 Erklärungsfähigkeit.- 3.5 Anwendung monotoner und nichtmonotoner Logik.- 3.6 Ansatz von Fohmann.- 3.7 Neuronale Netze.- 3.8 Schlußbemerkungen.- 4 Formale Logik als Entwicklungsgrundlage juristischer Expertensysteme.- 4.1 Einführung.- 4.2 Indikative Logiken.- 4.3 Normlogische Ansätze.- 4.4 Eigenständige deontische Logiken.- 4.5 Möglichkeit der formallogischen Darstellung und Bearbeitung normativer Zusammenhänge.- 4.6 Zusammenfassung.- 5 Analyse der juristischen Methodenlehre.- 5.1 Einführung.- 5.2 Elemente der Gesetzesauslegung.- 5.3 Methodische Elemente der Rechtsanwendung.- 5.4 Methodischer Standpunkt des Bundesverfassungsgerichts.- 5.5 Ausgewählte Konzeptionen der Methodenlehre.- 5.6 Abschließende Stellungnahme zu den methodischen Modellen aus informatischer Sicht.- 6 Unterstützung juristischer Entscheidungstätigkeit durch Expertensysteme.- 6.1 Einführung.- 6.2Automatisierung der von Perelman vorgeschlagenen Argumentationstypen.- 6.3 Computerunterstützung des Justizsyllogismus.- 6.4 Computerunterstützung des Methodenkonzepts von Larenz.- 6.5 Axiomatischer Aufbau der Wissensbasen.- 6.6 Chancen der Realisierung eines juristischen Expertensystems nach dem Methodenmodell von Larenz.- 6.7 Computerunterstützung des Methodenmodells von Koch/Rüßmann.- 6.8 Computerunterstützung des Methodenmodells von Alexy.- 6.9 Computerunterstützung des Konzepts “Rechtsanwendung als Modellbildung”.- 6.10 Die Zeitdarstellung als Querschnittsproblem der Realisierung juristischer Expertensysteme.- 6.11 Mögliche Vorteile eines automatisierten Rechtsanwendungsverfahrens.- 6.12 Grundlegende Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Einsatz formaler Methoden im Recht auftreten.- 6.13 Möglichkeiten der Entwicklung juristischer Expertensysteme — Die Position Susskinds.- 6.14 Abschließende Beurteilung der Möglichkeiten der Entwicklung juristischer Expertensysteme.- 7 Berücksichtigung der Technikfolgen im Bereich juristischer Expertensysteme.- 7.1 Einführung.- 7.2 Technikfolgenabschätzungen von Expertensystemen — Ergebnisse der Enquête-Kommissionen des Bundestages.- 7.3 Technikfolgenabschätzung juristischer Expertensysteme — Beitrag von Goebel und Schmalz.- 7.4 Technikfolgenabschätzung juristischer Expertensysteme — Beitrag der UFORED-Studie.- 7.5 Technikfolgenabschätzungen juristischer Expertensysteme — Beitrag von Lutterbeck.- 7.6 Zusammenfassung.- 8 Unterstützung juristischer Tätigkeit durch Expertensysteme.- 8.1 Einführung.- 8.2 Relevante juristische Tätigkeitsfelder.- 8.3 Eignung unterschiedlicher Systemkonzeptionen zur Realisierung juristischer Expertensysteme.- Schlußbemerkungen und Ausblick.- Anhang 1 —Übersicht über juristische Expertensysteme.- Literaturangaben zu den Systemen.- Überblicksdarstellungen.- Deutschsprachige Systeme.- Europäische Systeme.- Außereuropäische Systeme.- Anhang 2 — Ausführliche Darstellung ausgewählter Projekte.- 1. WZ.- 2. KOKON.- 3. LIRS.- 4. CABARET.- 5. Das System von Anne Gardner.- 6. ANAPHORA.- 7. British Nationality Act.- 8. EPS II.- 9. F. L. E.- 10. GREBE.- 11. LDS.- 12. SPADES.- 13. TAXMAN/LLD.- Stichwortverzeichnis.




