Buch, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 192 mm
Roman | Ein vielschichtiges Debüt über Verlust und was geschieht, wenn man nicht trauern kann
Buch, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 192 mm
ISBN: 978-3-7530-0076-3
Verlag: Ecco Verlag
Die Hyperinflation in Russland hat Schuras Familie vor Jahren an den Rand des Existenzminimums getrieben. Seitdem kennt sie ihre Eltern nur als emotional abwesend. Jeden Sommer jedoch können sich Schura und ihre vier Brüder auf der Datscha ihrer Großeltern der Realität entziehen. Besonders ihrem ältesten Bruder, Kostja, steht Schura sehr nahe – bis dieser auf einmal verschwindet. Unklar, ob gestorben oder vermisst, muss die Familie mit dem Verlust abschließen. Nur Schura will das nicht gelingen. Schließlich war er ihre wichtigste Vertrauensperson.
Jahre später, als sie Medizin studiert und Kostjas Verschwinden eine alte Wunde geworden ist, liegt im Seziersaal plötzlich der Leichnam ihres Bruders vor ihr. Von seinem Geist verfolgt, muss Schura seine Geschichte rekonstruieren. Nur so kann sie ihn wieder in die jenseitige Welt zurückschicken – und mit der Verarbeitung seines Todes ihren eigenen Weg finden.
Die Gleichzeitigkeit von etwas Schönem in etwas Schrecklichem, die Unvereinbarkeit eines Toten inmitten von Lebenden, der Glaube an Märchen und Mythen in einer modernen Welt – Maria Jansen erschafft eine feinfühlige Geschichte über einen verwehrten Trauerprozess und die Folgen einer unlösbaren Leerstelle.




