Buch, Deutsch, 364 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 528 g
Gesammelte Schriften 1995-2025
Buch, Deutsch, 364 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 528 g
ISBN: 978-3-903658-01-1
Verlag: Andreas Stückler - Verlag krise + kritik
Laut Theodor Adorno war es „der feine Hass auf die Verhältnisse“, der Erich Fromm fehlte und diesen in letztendlich systemkonforme „Menschenliebe“ abgleiten ließ.
Anselm Jappe hat schon früh angefangen, der Gesellschaft seiner Zeit äußerst kritisch gegenüberzustehen. Im Gegensatz zu so vielen anderen hat er seine Meinung nie geändert. Auf der Suche nach einer kompromisslosen Theorie der kapitalistischen Industriegesellschaft, ohne die es kein wirklich radikales Handeln geben kann, ist Jappe – unter anderem – Guy Debord und den Situationisten sowie der Wertkritik begegnet, aber auch der Wachstumskritik, der radikalen Ökologie und der Ablehnung der modernen Architektur.
Ausgehend von Karl Marx’ Kritik an Ware und Wert, Geld und Arbeit, Tausch und Fetischismus, aber auch der libertären Kritik am Staat und der Industriegesellschaft und der anthropologischen Relativierung der Ökonomie, versucht Jappe seit dreißig Jahren, die Fundamentalkategorien des Kapitalismus zu demontieren – nicht ohne gleichzeitig die Unzulänglichkeiten eines Großteils der gängigen Kapitalismuskritik aufzuzeigen.
Aber der Hass soll nicht bei der Empörung stehenbleiben, sondern sich darum bemühen, den Übeln wirklich auf den Grund zu gehen – dann ist er ein „feiner Hass“.




