Buch, Deutsch, Band 22, 282 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Arbeit und Organisation
Polizeiliche Arbeitsbelastungen und staatliche Ordnungspraxis im langen Sommer der Migration
Buch, Deutsch, Band 22, 282 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Arbeit und Organisation
ISBN: 978-3-8376-7953-3
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil es dazu bislang kaum qualitative Studien gibt. Die Forschung zu polizeilichen Arbeitsbelastungen ist stark psychologisch und metrisch geprägt. Mein Buch nimmt bewusst eine andere Perspektive ein: Es fragt, welche Bedeutung Belastungen für Polizist*innen im Alltag haben, wie sie ihnen begegnen und wie Organisationen diese Belastungen nicht nur hervorbringen, sondern auch produktiv nutzen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt, wie Polizist*innen alltägliche Belastungen – die ›daily hassles‹ des Berufs – deuten und bearbeiten. Es rückt damit die polizeikulturelle Perspektive in den Vordergrund und versteht Arbeitsbelastung als sozial geformtes Phänomen. Gerade im Kontext von Flucht und Migration wird so sichtbar, wie Gesundheit, Erschöpfung und Ordnung im Arbeitsalltag miteinander verschränkt sind.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Polizeiliche Arbeitsbelastungen sind ein etabliertes Forschungsthema, national wie international. Die meisten Studien erfassen Belastung jedoch als messbare Größe. Mein Buch setzt hier an und zeigt, dass Belastungen auch interpretiert, kulturell geprägt und organisational eingebettet sind – und genau dadurch ihre Wirkung im polizeilichen Alltag entfalten.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit all jenen, die mehr Polizei als Lösung für gesellschaftliche Probleme sehen. Mein Buch zeigt, dass ein Ausbau polizeilicher Strukturen nicht automatisch zu Entlastung führt, sondern neue Formen von Belastung und Anforderungen erzeugen kann.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch zeigt, wie polizeiliche Arbeitsbelastungen nicht einfach gegeben sind, sondern im Alltag gedeutet werden und so ihre Wirkung entfalten.




