Buch, Deutsch, 128 Seiten, Buch, Format (B × H): 98 mm x 7 mm
Buch, Deutsch, 128 Seiten, Buch, Format (B × H): 98 mm x 7 mm
ISBN: 978-3-648-06693-5
Verlag: Haufe
Im Berufsleben gibt es Phasen, in denen wir einem enormen seelischen Druck ausgesetzt sind. Belastende Situationen lassen sich einfach nicht völlig vermeiden. Wer jedoch die zugrunde liegenden Mechanismen erkennt, kann seelischen Druck und berufliche Krisen besser bewältigen.
Inhalte:
- Mechanismen erkennen: die wichtigsten Ursachen für Druck
- Wie Sie den Druck als Chance für Veränderung nutzen
- Kommunikations- und Konfliktkompetenz: Strategien gegen die Belastung
- Für mehr Lebensqualität: Prioritäten und Ziele richtig setzen
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Wie Druck entsteht
- Was ist Druck?
- Fehler, Kritik und Konflikte
- Zeitmangel und Überforderung
- Wenn die Karriere Druck auslöst
Sich selbst und andere kennenlernen
- Betrachten Sie die ganzheitliche Situation
- Den persönlichen Anteil erkennen
- Typische Druckauslöser erkennen
Souveränität zurückgewinnen
- Entwickeln Sie sich von der Minus- zur Plussituation
- Den Druck positiv umdeuten
- Mit Fehlern konstruktiv umgehen
- Kritik gelassener annehmen
- Konflikte aktiv angehen
- Grenzen setzen und Zeitdruck vermeiden
- Widerstände kooperativ auflösen
- Aus Machtkämpfen aussteigen
Ziele verwirklichen
- Lebensprioritäten setzen
- Prioritäten umsetzen
- Komfortzonen überwinden, Lebensqualität gewinnen
- Krisenkompetenz erwerben
Stichwortverzeichnis
Warum fällt es uns so schwer, uns abzugrenzen? Warum finden wir so schwer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den eigenen Bedürfnissen auf der einen und den Erwartungen, Wünschen und Forderungen, die von außen an uns herangetragen werden, auf der anderen Seite? Das liegt daran, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. Von Geburt an ist er auf andere angewiesen und wird dies auch sein Leben lang bleiben. Und unser Leben wird von Ängsten bestimmt, nicht dazuzugehören, wertlos, unnütz und vor allem (dauerhaft) allein zu sein.
Womit können wir diesen Ängsten am besten begegnen? Indem wir uns mit anderen zusammentun und uns für sie nützlich machen. Besonders unsere Arbeit gibt uns das Gefühl, wertvoll, nützlich und anerkannt zu sein. Aber auch das soziale Umfeld - wie Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Verein oder Verband - gibt uns die Sicherheit und das Gefühl, dazuzugehören. Aus diesem Grund fällt es uns aber auch so schwer, uns abzugrenzen, wenn wir um einen Gefallen gebeten werden. Denn Abgrenzung bedeutet Nein zu sagen und Erwartungen und Forderungen, die an uns gerichtet sind, zu „ent-täuschen“.
BEISPIEL
„Wenden Sie sich an Herrn Proof, der kennt sich mit Bürokommunikationsgeräten aus“, empfiehlt der Kollege Herrn Mauer, als der ihn wegen seines Organizers um Rat fragt. Darauf angesprochen, antwortet Herr Proof: „Das tut mir Leid, mit der Programmierung kenne ich mich nicht aus.“
Enttäuschung heißt im Grunde: Wir lösen die Täuschung eines anderen auf. Egal, ob unsere Absage schroff oder behutsam, arrogant oder einfühlsam ausfällt - es bleibt bei der Tatsache: Jemand hat sich darüber getäuscht, dass wir seine Erwartungen erfüllen würden, und das klären wir auf.
Wenn Sie es so sehen, fällt es Ihnen vielleicht leich-ter, sich abzugrenzen - auch wenn Sie dadurch andere enttäuschen. Es hilft Ihnen sicher auch, genauer auf Ihr eigenes Gefühl zu achten und darauf, ob Sie sich auch wirklich abgrenzen wollen. Können sollten Sie es!




