Jung | Rechtsfreier Rundfunk | Buch | 978-3-907606-03-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 368 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

Jung

Rechtsfreier Rundfunk

Wie ARD & Co. durch Mobbing, Korruption und Desinformation unsere Verfassung mit Füßen treten
1. Auflage, 30. November 2026
ISBN: 978-3-907606-03-2
Verlag: Rubikon-Verlag GmbH

Wie ARD & Co. durch Mobbing, Korruption und Desinformation unsere Verfassung mit Füßen treten

Buch, Deutsch, 368 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

ISBN: 978-3-907606-03-2
Verlag: Rubikon-Verlag GmbH


Mehr als zwei Drittel der Deutschen haben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ihr Vertrauen entzogen. Sie wissen, warum. Denn wenn Thomas Gottschalk ähnliche Probleme anspricht wie Ken Jebsen, Günther Jauch wie Eva Herman und Dieter Nuhr wie Peter Hahne, dann geht es längst nicht mehr um bedauerliche Pannen, Ausrutscher und Einzelfälle. Dann geht es um ein mit Beitragsmilliarden finanziertes politisches System, das seinen Verfassungsauftrag längst ins Gegenteil verkehrt hat: Statt Demokratie vorzuleben, zu ermöglichen und zu schützen, untergräbt, bekämpft und beschädigt es sie. Statt in unserem Namen die Mächtigen zu kontrollieren, kontrolliert es in deren Namen uns.

Michael Jung dokumentiert mehr als 300 konkrete, teils erschreckende Fälle von Manipulation, Täuschung, Machtmissbrauch und Kontrollversagen aus über einem Jahrzehnt. Und macht endlich für jedermann verständlich, wie dieses System funktioniert. Sein Befund ist vernichtend: Dieser Rundfunk ist nicht mehr zu retten. Er gehört abgeschafft und neu gedacht.

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Weitere Infos & Material


1. Konformität

„Wer in diesem synthetisierten Biotop beruflich weiterkommen wollte, schaffte das meinen Beobachtungen zufolge selten durch Können und Leistung, sondern meist durch Beziehungen und weitgehende Anpassung. Die berühmte Konformität war also der Schlüssel.“

2. Redaktionelle Eingriffe

„Wenn recherchierte Sachlagen innerhalb einer Redaktion verändert oder entfernt werden können und derjenige, der dafür journalistisch einstehen soll, darauf keinen maßgeblichen Einfluss mehr hat, wird aus internem Machtgehabe ein publizistisches Problem. Dann stellt sich nicht mehr nur die Frage einer ungesunden Arbeitsatmosphäre, sondern auch die nach den Bedingungen, unter denen verlässliche Berichterstattung überhaupt entstehen kann.“

3. Das Ausmaß der Recherche

„Und mit jedem weiteren Schlagwort, jedem weiteren Link und jedem weiteren Hinweis, den ich eher zufällig entdeckte, tat sich eine neue Tür auf. Hinter jeder wartete eine andere Geschichte, und von Klick zu Klick wurde ich immer sprachloser. (…) Aber dieses gewaltige Sammelsurium, das sich mir jetzt auftat, erschien mir nahezu absurd: skurrile Vorgänge, groteske Fehlentscheidungen, hartnäckige Probleme, unhaltbare Zustände, komplizierte Affären, handfeste Skandale, schablonenhafte Abwehrstrategien und immer wieder auch erschütternde Tragödien und Schicksale.“

4. Kein „Einzelfall“

„Doch je mehr ich recherchierte, desto deutlicher wurde: Ich war kein ‚Einzelfall‘. Keiner meiner oftmals unfassbaren beruflichen Schockmomente war ein „Einzelfall“. Und auch meine in gleicher Weise abgefertigten Kollegen im Sender waren keine ‚Einzelfälle‘ – fünfzehn von rund sechzig Mitarbeitern waren dort im Laufe der Zeit nach eigener Auskunft in vergleichbar tragische Situationen geraten wie ich, jeweils unterschiedlich intensiv, dauerhaft und umfangreich. (…) Und jetzt lag es auf der Hand: Was wir erfahren und mitangesehen hatten, das hatte wahrlich System. Und zwar nicht nur in unserem Sender. Und nicht nur in unserer Anstalt. Damit wurde nach teilweise frappierend übereinstimmenden Berichten hunderter weiterer Zeitzeugen ein richtiggehender Flächenbrand sichtbar, der sich über viele Jahre hinweg ausgebreitet hatte – in beinahe allen Sendern, Bereichen und Anstalten.“

5. Charakteristische Muster

„Gerade auch die scheinbar unscheinbaren Vorfälle, die man für sich genommen vielleicht noch als Lappalien abtun könnte, entfalten in ihrer Summe eine erschreckende Aussagekraft – sie zeigen, dass es sich eben nicht um Zufälle und Ausnahmen handelt, sondern um charakteristische Muster, die sich weit über vereinzelte Abläufe in Redaktionsräumen und Sendestudios hinaus auswirken. Welche Tragweite das haben kann, zeigt sich etwa daran, welche Journalisten sich dauerhaft durchsetzen, welche Themen aufgegriffen, welche Perspektiven zugelassen und welche Informationen schließlich an ein Millionenpublikum weitergegeben werden.“

6. Angst

„Die große Mehrheit derjenigen, die sich diesem Schieflaufen entgegenstellen und die Weichenstellung ändern könnten, ist durch Angst gelähmt: Kritische Mitarbeiter, die ihre freie Meinung zurückhalten, weil sie finanziell vom Arbeitgeber und ihren Vorgesetzten abhängig sind. (…) Immer wieder steht auch die Angst im Weg, Wahrheiten sichtbar zu machen – Wahrheiten, die diese Menschen selbst aus der Komfortzone bringen und das System, in dem sie sich bewegen, in der vorhandenen Form infrage stellen könnten.“

7. Jene Stimmen, die sich nicht beugen wollten

„Und es gab sie, wie diese Chronik nachweist, überall – jene Stimmen, die sich nicht beugen wollten. (…) Kollegen, die an das glaubten, was Journalismus einmal bedeutete: hinterfragen, prüfen, aufklären, ‚sagen, was ist‘. Sie brachen das Schweigen, nannten unbequeme Wahrheiten beim Namen, zweifelten fragwürdige Erzählungen an, widersprachen dort, wo Anpassung leichter gewesen wäre, rangen um Gehör und Gerechtigkeit – wo andere sich wegduckten. Manche verloren darüber medienwirksam ihre Sendungen, ihre Posten, ihre berufliche Heimat. Andere verschwanden geräuschlos, ohne dass jemals wieder irgendeiner nach ihnen fragte.“

8. Warum kaum jemand davon erfährt

„Nicht trotz der Affären und Paukenschläge bleibt das Vertrauen hoch – sondern weil kaum jemand davon erfährt. Deshalb konnten wiederkehrende Muster und Zusammenhänge über Jahre und Jahrzehnte hinweg unerkannt und unangetastet bleiben.“


Skambraks, Ole
Ole Skambraks, Jahrgang 1979, war nach verschiedenen Tätigkeiten bei anderen Medien insgesamt zwölf Jahre für MDR, WDR und SWR tätig, wo er unter anderem als Sendungs-Manager und Redakteur Hörfunkprogramme gestaltete. Während der Corona-Krise beklagte er in einem offenen Brief, der millionenfach verbreitet wurde, der öffentlich-rechtliche Rundfunk blende wissenschaftliche Erkenntnisse selektiv aus, unterdrücke abweichende Meinungen und trage dadurch zu einer Verengung des allgemeinen Debattenraums bei. Kurz darauf kündigte ihm der SWR fristlos.

Wernicke, Jens
Jens Wernicke, Jahrgang 1977, ist Enthüllungsjournalist und Autor. Im Jahr 2017 gründete er das Online-Magazin Rubikon, das unter seiner Führung mutig die Propaganda-Matrix durchbrach und bald schon ein Millionenpublikum erreichte. Der ebenfalls von ihm ins Leben gerufene Rubikon-Verlag (www.rubikon-verlag.ch) veröffentlichte während der Pandemiejahre ein Dutzend gesellschaftskritischer Spiegel-Bestseller und trug damit maßgeblich zur Aufarbeitung der Corona-Zeit bei. Zuletzt erschienen von ihm die Spiegel-Bestseller „Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“ sowie „Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen: Das Corona-Unrecht und seine Täter“.

Jochimsen, Luc
Luc Jochimsen, Jahrgang 1936, ist eine ehemalige deutsche Fernsehjournalistin und Politikerin. Sie war unter anderem Redakteurin beim ARD-Magazin Panorama, Leiterin des ARD-Fernsehstudios London und Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks. 2005 zog sie für Die Linke/PDS in den Deutschen Bundestag ein und wurde kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion. 2014 veröffentlichte sie mit „Die Verteidigung der Träume“ ihre Autobiografie.

Meyen, Michael
Michael Meyen, Jahrgang 1967, hat noch in der DDR begonnen, Journalistik zu studieren, und war von 2002 bis 2026 Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2022 gründete er gemeinsam mit seiner Frau die Freie Akademie für Medien & Journalismus. Von ihm erschienen unter anderem der Spiegel-Bestseller „Die Propaganda-Matrix“ (2021), „Cancel Culture“ (2024) und „Staatsfunk“ (2025).

Jung, Michael
Michael Jung, Jahrgang 1972, arbeitet seit 30 Jahren als Reporter, Redakteur, Autor und Moderator. Seine journalistische Laufbahn erstreckt sich über sämtliche Medienwelten, von Print über Hörfunk und Fernsehen bis hin zu Online-Magazinen. Zunächst in privatrechtlichen Unternehmen, später bei einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, wo ihm auch sein Engagement als Personalrat aufschlussreiche Einblicke in interne Strukturen, Abläufe und Entscheidungsprozesse verschaffte. Mehrere regionale Fernsehsender prägte er von der Gründungsphase an maßgeblich mit, indem er Redaktionen aufbaute, organisatorische Konzepte und Programmformate entwickelte, Teams leitete und coachte sowie die Qualitätssicherung verantwortete. Über viele Jahre präsentierte er zudem die nationalen Fernsehprogramme eines christlichen Missionswerks. Aber auch jenseits von Studios und Regieräumen ist Jung vor Publikum zuhause. In der Funktion eines Projekt- und Produktionsleiters plante und realisierte er zahlreiche Live-Veranstaltungen für einen Radiosender und stand zugleich häufig selbst als Conférencier oder Talkmaster bei Galas, Konzerten und Verbrauchermessen auf der Bühne. Seine unmittelbaren Erfahrungen und Beobachtungen ließen ihn spätestens während der Corona-Krise zu dem Schluss gelangen, dass echte Pressefreiheit nur existiert, solange es unbequeme Journalisten gibt.

Ruthenberg, Martin
Martin Ruthenberg, Jahrgang 1957, gab über 40 Jahre hinweg Radio- und Fernsehprogrammen Stimme und Gesicht. Den überwiegenden Teil dieser Zeit verbrachte er als Sprecher und Moderator beim Hörfunk des SWR, wo er vor allem Nachrichtenformate und klassische Musiksendungen präsentierte. Nachdem er den öffentlich-rechtlichen Rundfunk während der Corona-Krise wegen Regierungsnähe, Unausgewogenheit, Dramatisierung und Behinderung des demokratischen Diskurses öffentlich scharf kritisiert hatte und ihm nach eigenen Angaben kein sachlicher Austausch innerhalb des Senders ermöglicht wurde, kehrte er dem System den Rücken.



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