Jurjew | Die russische Fracht | Buch | 978-3-518-42076-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 220 Seiten, Format (B × H): 128 mm x 204 mm, Gewicht: 356 g

Jurjew

Die russische Fracht


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-518-42076-8
Verlag: Suhrkamp Verlag AG

Buch, Deutsch, 220 Seiten, Format (B × H): 128 mm x 204 mm, Gewicht: 356 g

ISBN: 978-3-518-42076-8
Verlag: Suhrkamp Verlag AG


Vor Kriminellen, die ihm nach dem Leben trachten, flieht Weniamin Jasytschnik im Petersburger Hafen auf ein ukrainisches Frachtschiff. Ein Gespensterschiff, wie sich herausstellt, das u. a. Weniamins buntgescheckte Vergangenheit in Gestalt äußerst lebendiger Leichen an Bord hat. Mit von der Partie: ein singender Kapitän und sein Vielvölkerteam, dazu: ein estnischer Grenzer, eine in Polen verlorene russische Priesterbraut, ein deutscher Spion, der durch einen Oligarchen zu Reichtum gekommen ist … Die abenteuerliche Reise des Weniamin Jasytschnik beginnt. Wohin führt sie? Nach Vineta vielleicht, in die versunkene, märchenhaft glückliche und reiche Stadt in der Ostsee – eine enge Verwandte Petersburgs, wie sich überraschend erweist. Zar Peter der Große wirkt mit, als 'fliegender Holländer' und Herkules des Nordens zugleich. Und endlich kann sich der nostalgische Held von den Verstrickungen seiner spätsowjetischen Kindheit und Jugend befreien.

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Proljubigor, Uchosamor
Kater Nr. 3
Abdrift im Öseleis
Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch – im Himmel, unter Wasser und unter der Erde
Ordnung Sirenia
Ein kleines jüdisches Submarine
Kehrtschwenkung

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Jurjew, Oleg
Oleg Jurjew wurde 1959 in Leningrad als Sohn einer Hochschullehrerin für englische Sprache und eines Violinisten und Konservatoriumsdozenten geboren. An der Leningrader Hochschule für Volkswirtschaft und Finanzen absolvierte er ein Studium in der Fachrichtung 'Wirtschaftliche Mathematik und Theorie der Systeme'.

Sein schriftstellerisches Arbeiten begann 1970. 1989 erschien der erste Lyrikband Gedichte über den himmlischen Satz, 1990 ein Buch mit zwei Theaterstücken unter dem Titel Zwei kurze Stücke (Leningrad 1990). 1991 übersiedelte Oleg Jurjew mit seiner Familie nach Deutschland. Ein Jahr später wurden drei Theaterstücke, Kleiner Pogrom im Bahnhofsbuffet, Miriam und Sulamith oder Die Kinder Jerusalems ins Deutsche übersetzt und an deutschen Theatern inszeniert. Ein erster Prosaband mit dem Titel Spaziergänge unter dem Hohlmond erschien 1993 in Russland und wurde für den russischen Booker-Preis nominiert. Eine Auswahl kam ein Jahr später in deutscher Übersetzung unter dem Titel Leningrader Geschichten heraus. 1996 veröffentlichte er auf russisch den Prosaband Der Frankfurter Stier, der im selben Jahr in deutscher Übersetzung erschien. 1999 wurde in Deutschland der Roman Halbinsel Judatin publiziert. Die russische Ausgabe wurde 2000 für den russischen Booker-Preis und den Nationalen Bestseller-Preis nominiert.

Jurjew übertrug russische Texte ins Deutsche und schrieb auch selber auf deutsch – zum Beispiel die Kolumnen 'Jurjews Klassiker' für den Berliner Tagesspiegel. 2002 erschien der kaleidoskopische Roman Spaziergänge unter dem Hohlmond in der edition suhrkamp, ein Jahr später, ebenfalls bei Suhrkamp, der Roman Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise. Es folgten zwei Lyrikbände, die bislang noch nicht in deutscher Übertragung vorliegen. In jüngster Zeit sind von ihm im Insel Verlag der Band Zwanzig Facetten der russischen Natur mit Bildern von Kusma Petrow-Wodkin erschienen (2008) und bei Suhrkamp der Roman Die russische Fracht (2009).

Jurjew verstarb am 5. Juli 2018 in Frankfurt am Main.

Erb, Elke
Elke Erb, geboren 1938 in Rheinbach bei Bonn, war Lektorin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie war Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und wurde im Mai 2012 als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen. Elke Erb ist am 22. Januar 2024 in Berlin verstorben.

Oleg Jurjew wurde 1959 in Leningrad als Sohn einer Hochschullehrerin für englische Sprache und eines Violinisten und Konservatoriumsdozenten geboren. An der Leningrader Hochschule für Volkswirtschaft und Finanzen absolvierte er ein Studium in der Fachrichtung 'Wirtschaftliche Mathematik und Theorie der Systeme'.

Sein schriftstellerisches Arbeiten begann 1970. 1989 erschien der erste Lyrikband Gedichte über den himmlischen Satz, 1990 ein Buch mit zwei Theaterstücken unter dem Titel Zwei kurze Stücke (Leningrad 1990). 1991 übersiedelte Oleg Jurjew mit seiner Familie nach Deutschland. Ein Jahr später wurden drei Theaterstücke, Kleiner Pogrom im Bahnhofsbuffet, Miriam und Sulamith oder Die Kinder Jerusalems ins Deutsche übersetzt und an deutschen Theatern inszeniert. Ein erster Prosaband mit dem Titel Spaziergänge unter dem Hohlmond erschien 1993 in Russland und wurde für den russischen Booker-Preis nominiert. Eine Auswahl kam ein Jahr später in deutscher Übersetzung unter dem Titel Leningrader Geschichten heraus. 1996 veröffentlichte er auf russisch den Prosaband Der Frankfurter Stier, der im selben Jahr in deutscher Übersetzung erschien. 1999 wurde in Deutschland der Roman Halbinsel Judatin publiziert. Die russische Ausgabe wurde 2000 für den russischen Booker-Preis und den Nationalen Bestseller-Preis nominiert.

Jurjew übertrug russische Texte ins Deutsche und schrieb auch selber auf deutsch – zum Beispiel die Kolumnen 'Jurjews Klassiker' für den Berliner Tagesspiegel. 2002 erschien der kaleidoskopische Roman Spaziergänge unter dem Hohlmond in der edition suhrkamp, ein Jahr später, ebenfalls bei Suhrkamp, der Roman Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise. Es folgten zwei Lyrikbände, die bislang noch nicht in deutscher Übertragung vorliegen. In jüngster Zeit sind von ihm im Insel Verlag der Band Zwanzig Facetten der russischen Natur mit Bildern von Kusma Petrow-Wodkin erschienen (2008) und bei Suhrkamp der Roman Die russische Fracht (2009).

Jurjew verstarb am 5. Juli 2018 in Frankfurt am Main.

Elke Erb, geboren 1938 in Rheinbach bei Bonn, war Lektorin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie war Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und wurde im Mai 2012 als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen. Elke Erb ist am 22. Januar 2024 in Berlin verstorben.

Oleg Jurjew wurde 1959 in Leningrad als Sohn einer Hochschullehrerin für englische Sprache und eines Violinisten und Konservatoriumsdozenten geboren. An der Leningrader Hochschule für Volkswirtschaft und Finanzen absolvierte er ein Studium in der Fachrichtung »Wirtschaftliche Mathematik und Theorie der Systeme«.

Sein schriftstellerisches Arbeiten begann 1970. 1989 erschien der erste Lyrikband , 1990 ein Buch mit zwei Theaterstücken unter dem Titel (Leningrad 1990). 1991 übersiedelte Oleg Jurjew mit seiner Familie nach Deutschland. Ein Jahr später wurden drei Theaterstücke, , und ins Deutsche übersetzt und an deutschen Theatern inszeniert. Ein erster Prosaband mit dem Titel erschien 1993 in Russland und wurde für den russischen Booker-Preis nominiert. Eine Auswahl kam ein Jahr später in deutscher Übersetzung unter dem Titel heraus. 1996 veröffentlichte er auf russisch den Prosaband , der im selben Jahr in deutscher Übersetzung erschien. 1999 wurde in Deutschland der Roman publiziert. Die russische Ausgabe wurde 2000 für den russischen Booker-Preis und den Nationalen Bestseller-Preis nominiert.

Jurjew übertrug russische Texte ins Deutsche und schrieb auch selber auf deutsch – zum Beispiel die Kolumnen »Jurjews Klassiker« für den Berliner Tagesspiegel. 2002 erschien der kaleidoskopische Roman in der edition suhrkamp, ein Jahr später, ebenfalls bei Suhrkamp, der Roman . Es folgten zwei Lyrikbände, die bislang noch nicht in deutscher Übertragung vorliegen. In jüngster Zeit sind von ihm im Insel Verlag der Band mit Bildern von Kusma Petrow-Wodkin erschienen (2008) und bei Suhrkamp der Roman (2009).
Jurjew verstarb am 5. Juli 2018 in Frankfurt am Main.


Elke Erb, geboren 1938 in Rheinbach bei Bonn, war Lektorin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie war Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und wurde im Mai 2012 als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen. Elke Erb ist am 22. Januar 2024 in Berlin verstorben.



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