Buch, Deutsch, 252 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 570 g
Prekäre Korporealitäten in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts
Buch, Deutsch, 252 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 570 g
ISBN: 978-3-8260-4873-9
Verlag: Königshausen & Neumann
Vor dem Hintergrund des extensiven, zunehmend inkommensurablen kulturwissenschaftlichen Körperdiskurses stehen die in diesem Band versammelten Lektüren im Zeichen einer dezidiert philologischen, also textnahen, formbewussten und an konkrete Konstellationen geknüpften Auseinandersetzung mit dem, was ein Körper jeweils bedeuten soll. Ziel der in diesem Sinne exemplarischen Beiträge ist es, Nachkriegskörper jenseits planer Motivik als paradigmatische Triangulationen dreier poetologischer Grundfragen zu positionieren: Nachträglichkeit, Wirklichkeitserfahrung und Unvertretbarkeit im Medium der Literatur erweisen sich dabei als Krisenkategorien des 20. Jahrhunderts, das Konzepte wie Zeugenschaft, Spur oder Evidenz semiologisch zu hinterfragen beginnt. Zugleich ist nicht vom Körper zu reden, ohne seine kulturelle Orientierungsfunktion in den Blick zu nehmen. So vermessen die Beiträge, u. a. zu Ernst Toller, Vicki Baum, Gustav Regler, Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen, Peter Weiss, Ilse Aichinger, Bernward Vesper, Primo Levi oder Elfriede Jelinek, auf je eigene Weise das Spannungsfeld zwischen dem phänomenalen Körper als Darstellungsproblem und den metaphorologisch erschließbaren Funktionen der Reden vom Körper für die jeweilige Zeit nach dem Krieg.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literatursoziologie, Gender Studies
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literarische Stoffe, Motive und Themen
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Deutsche Literatur
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literaturgeschichte und Literaturkritik
- Interdisziplinäres Wissenschaften Wissenschaft und Gesellschaft | Kulturwissenschaften Kulturwissenschaften




