Kanafani | Umm Saad | Buch | 978-3-85787-857-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 90 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 186 mm

Reihe: Lenos Babel

Kanafani

Umm Saad

Erzählung
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-85787-857-2
Verlag: Lenos Verlag

Erzählung

Buch, Deutsch, 90 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 186 mm

Reihe: Lenos Babel

ISBN: 978-3-85787-857-2
Verlag: Lenos Verlag


"'Glaubst du, wir leben nicht im Gefängnis?', fragte sie dann. Was ist das Lagerleben denn sonst, wenn nicht Gefangenschaft? Es gibt viele Gefängnisse, mein Freund, sehr viele! Das Lager ist ein Gefängnis, dein Haus ist ein Gefängnis. Die Zeitung, das Radio, der Bus ist ein Gefängnis, die Strasse, die Augen der Leute … Unser Leben ist ein Gefängnis."

Kanafanis Erzählung "Umm Saad" erschien nach dem Junikrieg 1967. Mit eindrücklichen Szenen aus dem Leben von Umm Saad, einer tapferen, aufrechten, stolzen Ehefrau und Mutter, beschreibt der Autor das Erwachen eines neuen Bewusstseins des Widerstands in der palästinensischen Bevölkerung, die als Folge des Krieges ins Exil, in ein Leben im Flüchtlingslager gezwungen war.

Die Frauenfigur steht symbolisch für das neue Selbstbewusstsein und den Mut, die erzwungene Opferrolle nicht zu akzeptieren und für die gemeinsamen Interessen einzutreten.

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Weitere Infos & Material


Kanafani, Ghassan
Ghassan Kanafani wurde 1936 in Akka geboren. 1948 wurde seine Familie durch die Besetzung der Israelis vertrieben. Als Flüchtling lebte Kanafani zunächst im Libanon, später während längerer Zeit in Damaskus, wo er seine Schulbildung abschloss und einige Zeit als Lehrer arbeitete. 1956 ging er als Sport- und Zeichenlehrer nach Kuwait. 1960 zog er nach Beirut, wo er in der Folgezeit bei mehreren Zeitungen arbeitete und schließlich Sprecher von George Habaschs Volksfront für die Befreiung Palästinas war. 1972 wurde er in Beirut durch eine Bombe getötet, die an seinem Wagen angebracht war.

Ghassan Kanafani wurde 1936 in Akka geboren. 1948 wurde seine Familie durch die Besetzung der Israelis vertrieben. Als Flüchtling lebte Kanafani zunächst im Libanon, später während längerer Zeit in Damaskus, wo er seine Schulbildung abschloss und einige Zeit als Lehrer arbeitete. 1956 ging er als Sport- und Zeichenlehrer nach Kuwait. 1960 zog er nach Beirut, wo er in der Folgezeit bei mehreren Zeitungen arbeitete und schließlich Sprecher von George Habaschs Volksfront für die Befreiung Palästinas war. 1972 wurde er in Beirut durch eine Bombe getötet, die an seinem Wagen angebracht war.



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