Buch, Deutsch, Band 41, 84 Seiten, Format (B × H): 186 mm x 133 mm, Gewicht: 178 g
Reihe: Gegenwarten
drei gedichte
Buch, Deutsch, Band 41, 84 Seiten, Format (B × H): 186 mm x 133 mm, Gewicht: 178 g
Reihe: Gegenwarten
ISBN: 978-3-946392-85-9
Verlag: Gans Verlag
Ein fantastisches Stück Literatur - irgendwo zwischen Pumuckl, Pinoccio und dem kleinen Däumling.
Ein Hotel voller Kranker und Gespenster. Eine Kuckucksuhr, in deren Innerem die Zeit aus den Fugen gerät. Ein Beinspeicher, der Reliquienschrein oder Archiv sein könnte. Mittendrin: kleiner mann, eine Figur von eigentümlicher Zartheit, die stolpert, lauscht, scheitert, weitermacht, und im Laufe der Gedichte immer kleiner wird. Mit „kleiner mann triptychon“ schreibt Kappe eine große poetische Erzählung in drei Zyklen – und zugleich eine Schule der Kleinheit. Den Band trägt eine spielerische, fast kindliche Sprache: Einfache Sätze kippen unvermittelt ins Nachdenkliche, Humor öffnet Abgründe, Trost und Verzweiflung stehen unmittelbar nebeneinander. In diesen Gedichten liegt eine Wärme, vielleicht weil sie wissen, dass das Kleine keine Schwäche ist, sondern der kleinste Punkt der Kraft.
Zielgruppe
An Lyrik interessierte
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Als ich vor einigen Jahren nachts aus dem Bett purzelte, fand ich unter meinem Bett ein ausgesprochen kleines Wesen. Zunächst lag es stumm da. Es blickte zur Unterseite des Betts hinauf, wie andere einen Sternenhimmel betrachten, und rührte sich nicht. Ich begriff, dass es sich totstellte. Es hoffte, sich durch Regungslosigkeit vor demjenigen unsichtbar zu machen, der in Kürze nach ihm greifen würde. Diesen Trick kannte ich selbstverständlich von den hölzernen Spielkameraden meiner Kindheit. Schließlich verstand das kleine Wesen, dass ich gestürzt war, um liegen zu bleiben. Es stellte sich mir mit einem Namen vor, der mit seiner augenscheinlichsten Eigenschaft deckungsgleich war: kleiner mann.




