Medienkombination, Deutsch, 356 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 550 g
Packend… Fesselnd… klärend. Die Fortsetzung von PANIK! Das hammerkrasse Tournee-Ende…
Medienkombination, Deutsch, 356 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 550 g
ISBN: 978-3-947086-85-6
Verlag: Hunter Verlag
Ein Sondereinsatzkommando der Polizei in Schleswig findet Joachim Butol in seinem Versteck, in dem er von seiner Entführerin 14 lange Tage gefangen gehalten wurde. Den Ermittlern bietet sich ein erbärmlicher Anblick. Joachim Butol liegt gefesselt auf einer Holzpritsche. Er ist nicht bei Bewusstsein, dem Tode näher als dem Leben. Mit einem Rettungshubschrauber wird er nach Flensburg geflogen und dort im St. Marien Hospital intensiv versorgt. Die Ärzte entschließen sich, ihn ins künstliche Koma zu versetzen, um möglichen Folgeschäden entgegenzuwirken.
Zwischen der Kripo in Münster und Schleswig kommt es zu einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit.
Im Ersten Kommissariat in Münster kehrt keine Ruhe ein. Die Entführerin von JB meldet sich erneut. Ihre Botschaft ist eindeutig: „Auch, wenn ihr ihn gefunden habt, bedeutet das noch lange nicht, dass er in Sicherheit ist. Er soll büßen für das, was er zu verantworten hat“.
Um die Kripo von ihrer Ernsthaftigkeit zu überzeugen, schlägt Bärbel Brunner unerkannt bei einer Großveranstaltung im MMC zu. Ein Schwerverletzter und eine Tote sind zu beklagen.
Zwischen der Kripo in Münster und Bärbel Brunner kommt es, wie bereits in den vergangenen zwei Wochen zuvor, zu einem fast schon familiär geprägten regen Telefonkontakt. Allen im Ersten Kommissariat ist klar: „Wenn wir diese Frau nicht dingfest machen können, kann sich JB seines Lebens nicht mehr sicher sein.
Ein weiterer Mord passiert in Münster, der im Zusammenhang der Entführung von JB stehen könnte.
Betroffene ist eine Administratorin eines fb-Fanclubs.
JB erholt sich nach dem künstlichen Koma zunehmend mehr. Dennoch fühlt er sich unwohl, wirkt verängstigt. Ihm war nicht entgangen, dass man Bärbel Brunner bisher nicht ergreifen konnte.
Nach Belieben gibt die in Münster die Spielregeln vor. Der Kripo gelingt es nicht, sie zunächst ausfindig zu machen. Kriminalistischer Spürsinn führt die Kripo wenig später auf die richtige Spur. Im Rahmen der Beerdigung der von ihr getöteten Frau aus dem MMC gelingt es der Polizei, sie zu verhaften. Damit scheint der Fall sein Ende gefunden zu haben. Doch der Schein trügt. Auf der Bildfläche taucht eine bis dahin nicht in Erscheinung getretene Mittäterin auf mit dem Auftrag, Bärbel Brunners Werk zu vollenden…
**************************************
Willi Karkoska führt uns mit seinen PANIK-Krimis in die Niederungen unserer eignen Seele: Wenn wir uns davor gruseln, selbst Opfer von Psychopathen zu werden, verstehen wir evtl. die Ängste von Prominenten vor Stalkern und manischen Fans.
Wenn wir uns davor fürchten, selbst Opfer zu sein, schützt uns das evtl. davor, selbst Täter zu werden.
Marius Münster.
Zielgruppe
Jugendlich und jung Erwachsene von 13 - 99 Jahren
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Samstag, 7. Juni
Schleswig, 19:00 Uhr
Suche nach JB
Joachim Butol hatte längst mit dem Leben abgeschlossen. Sein Sehvermögen war erheblich eingeschränkt. Der Raum, in dem er gefangen gehalten wurde, wirkte dunkel. Die Fensterläden seines Zwangsquartiers waren verschlossen und ließen nur wenigen Strahlen des Abendlichtes die Chance, in den Raum einzudringen. Er konnte nur noch Umrisse seiner Umgebung erahnen. Klare Bilder verschwommen vor seinen Augen. Auch die anhaltenden, ihm seine Sinne raubenden Schmerzen an seinen an das Folterbett fixierten Gliedmaßen, nahm er nur noch im Unterbewusstsein wahr. Er gehörte zu den dem Tode Geweihten, den ‚no future persons‘. Kein ‚Hinterm Horizont geht’s weiter‘. Ein jämmerlicher Abgang von der ihn bis dahin so verwöhnenden Bühne des Erfolges lag vor ihm.
Er besaß nicht mehr die Energie, alles in den letzten vierzehn Tagen Geschehene vor seinem geistigen Auge Revue passieren zu lassen. Er konnte sich nur noch an Bruchstücke erinnern. An diese Frau ohne wirklichen Namen, eine Person ohne Emotionen, die ihn in den vergangenen zwei Wochen ‚betreute‘. Eigentlich nur ein kurzer Zeitraum.
Ihm kam diese Zeit wie eine gefühlte Ewigkeit vor. Der hinter ihm liegende Kampf um Leben oder Tod, sein Leben, hatte ihm alle Kraftreserven entzogen. Sein Reservoir an lebensbejahender Zuversicht war erschöpft. Seine Augenlider senkten sich langsam und signalisierten ihm „JB, gib auf. Warum willst du dich noch länger quälen?“
Er versuchte dagegen zu steuern. „Verdammt, jetzt nur nicht einschlafen.“ Kurze Blitzlichter an klaren Gedanken schossen ihm durch seinen ebenfalls schmerzgeplagten Kopf. Ihm war klar, dass er diesen, seinen letzten Kampf nicht mehr lange durchstehen würde.
Allein die laute aus dem Radio tönende Musik bewahrte ihn davor, die Augen zu schließen, in einen Tiefschlaf zu verfallen, aus dem er nicht mehr ins Leben zurückkehren würde. Dessen war er sich bewusst. Im Radio wurde gerade ein Titel von seinem ersten Album ‚Daumen im Sturm‘ gespielt. Der Titel ‚Dort im Norden‘ avancierte zu seinem ersten kleinen Hit. Welch eine Ironie. Damals, vor zig Jahren, in seinem anderen Leben, hatte seine Karriere eigentlich mit diesem Titel begonnen. Und jetzt sollte all dies menschenunwürdig angekettet an ein Bett enden?
Schweißperlen der Angst bahnten sich ihren Weg von seiner Stirn über sein Gesicht hinweg nach unten. JB versuchte sich wach zu halten, spürte aber deutlich, dass ihn seine Lebenskräfte verließen. Der große Meister da oben hatte längst die Eingangstür zu seinem Wunderreich der Erwartungen und Hoffnungen weit geöffnet. JB musste nicht mehr tun, als durch diese Tür zu schreiten. Eintreten in das Reich der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem lockeren Spruch: „Hallöchen Leute, hier bin ich. Lasst uns eine große Party feiern.“ Joachim Butol fühlte sich erbärmlich. Er hatte keine Lust mehr auf dieses scheiß Dahinvegetieren. Gleich würde die letzte Runde in seinem dramatisch endenden Leben eingeläutet. „Adieu, macht`s gut. Danke für alles. Und keine Tränen!“ …




