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aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch, 56 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 70 g
Reihe: Klassiker bei Null Papier
Buch, Deutsch, 56 Seiten, PB, Format (B × H): 120 mm x 190 mm, Gewicht: 70 g
Reihe: Klassiker bei Null Papier
ISBN: 978-3-96281-514-1
Verlag: Null Papier Verlag
*** Neue Deutsche Rechtschreibung ***
Kellers bekannteste, humorige Geschichte über einen „Hochstapler wieder Willen“
Der arme Schneidergeselle Wenzel Strapinski kleidet sich immer gut. Als er in eine neue Stadt kommt, hält man ihn für einen Grafen. Irgendwie verpasst er von nun an alle Gelegenheiten, diese Verwechslung aufzuklären. Als sich dann auch noch eine Tochter aus „gutem Hause“ einstellt, kann unser liebenswerter Hochstapler nicht mehr aus seiner neuen Haut.
„Kleider machen Leute“ gehört zu den bekanntesten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur und diente als Vorlage für Filme und Opern.
ISBN 978-3-96281-267-6 (Mobi)
ISBN 978-3-96281-266-9 (Epub)
ISBN 978-3-96281-268-3 (PDF)
ISBN 978-3-96281-514-1 (Print)
Null Papier Verlag
www.null-papier.de
Autoren/Hrsg.
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Haupttext
Unterdessen hatte der Kutscher die Pferde füttern lassen und selbst ein handfestes Essen eingenommen in der Stube für das untere Volk, und da er Eile hatte, ließ er bald wieder anspannen. Die Angehörigen des Gasthofes *Zur Waage* konnten sich nun nicht länger enthalten und fragten, eh es zu spät wurde, den herrschaftlichen Kutscher geradezu, wer sein Herr da oben sei und wie er heiße. Der Kutscher, ein schalkhafter und durchtriebener Kerl, versetzte: »Hat er es noch nicht selbst gesagt?«
»Nein«, hieß es, und er erwiderte: »Das glaub’ ich wohl, der spricht nicht viel in einem Tage; nun, es ist der Graf Strapinski! Er wird aber heut und vielleicht einige Tage hierbleiben, denn er hat mir befohlen, mit dem Wagen vorauszufahren.«
Er machte diesen schlechten Spaß, um sich an dem Schneiderlein zu rächen, das, wie er glaubte, statt ihm für seine Gefälligkeit ein Wort des Dankes und des Abschiedes zu sagen, sich ohne Umsehen in das Haus begeben hatte und den Herrn spielte. Seine Eulenspiegelei aufs Äußerste treibend, bestieg er auch den Wagen, ohne nach der Zeche für sich und die Pferde zu fragen, schwang die Peitsche und fuhr aus der Stadt, und alles ward so in der Ordnung befunden und dem guten Schneider aufs Kerbholz gebracht.
Nun musste es sich aber fügen, dass dieser, ein geborener Schlesier, wirklich Strapinski hieß, Wenzel Strapinski, mochte es nun ein Zufall sein, oder mochte der Schneider sein Wanderbuch im Wagen hervorgezogen, es dort vergessen und der Kutscher es zu sich genommen haben. Genug, als der Wirt freudestrahlend und händereibend vor ihn hintrat und fragte, ob der Herr Graf Strapinski zum Nachtisch ein Glas alten Tokaier oder ein Glas Champagner nehme, und ihm meldete, dass die Zimmer soeben zubereitet würden, da erblasste der arme Strapinski, verwirrte sich von neuem und erwiderte gar nichts.




