Buch, Deutsch, 193 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 217 mm, Gewicht: 427 g
So wie ich bin
Buch, Deutsch, 193 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 217 mm, Gewicht: 427 g
ISBN: 978-3-910549-99-9
Verlag: Limbion UG
Weird Rules – So wie ich bin ist ein Roman für Kinder aus Kanada, geschrieben von Kim Spencer, Mitglied der Ts’msyen Nation. In diesem semi-autobiografischen Debüt erzählt sie die Geschichte der elfjährigen Mia, die im British Columbia der 1980er-Jahre aufwächst. Sie stellt die „weird rules“ infrage, die sowohl von der weißen Mehrheitsgesellschaft als auch aus dem eigenen Umfeld kommen, und findet dabei ihre eigene Stimme. Ein bewegendes Coming-of-Age über Identität, Zugehörigkeit und das Aufbrechen von Grenzen. Ausgezeichnet mit dem TD Canadian Children’s Literature Award.
In den 1980er-Jahren ist die kanadische Küstenstadt Prince Rupert ein Ort voller Leben, Lachs und Geschichten. Hier wachsen Mia und ihre beste Freundin Lara auf – zwei Mädchen, die alles teilen: Geheimnisse, Träume und den Sommer. Sie wohnen in derselben Straße, doch ihr Hintergrund könnte kaum unterschiedlicher sein. Lara lebt in einem großen, ordentlichen Haus mit Blick auf den Ozean und Mia, indigener Herkunft, in einem belebten, oft wilden Zuhause voller Verwandter – laut, lebendig, manchmal überfordernd, aber immer echt.
Mia liebt ihre Welt. Und sie liebt die Freundschaft mit Lara. Doch je älter sie wird, desto deutlicher spürt sie die unsichtbaren Grenzen, die andere ziehen – Erwartungen werden laut, Blicke verändern sich, und plötzlich soll sie eine Rolle erfüllen, die nicht ihre ist. Die weird rules, die ihr begegnen, kommen nicht nur von außen, sondern auch aus der eigenen Community. Doch Mia lässt sich nicht einordnen. Sie widersetzt sich den Zuschreibungen – von welcher Seite sie auch kommen – und bleibt bei ihrem eigenen Blick auf sich und die Welt. Ein eindringlicher Roman, erzählt mit Wärme, Humor und dem Geruch von frischem Lachs in der Luft.
Zielgruppe
Der Roman richtet sich an Leserinnen ab 9 Jahren und eignet sich besonders für den Einsatz an Grundschulen (ab Klasse 4), weiterführenden Schulen, Förderschulen und Schulen mit interkulturellem Schwerpunkt. Die Ich-Erzählerin Mia wächst als indigienes Mädchen in einer kanadischen Kleinstadt auf – zwischen Freundschaft, Alltagsrassismus und Selbstbehauptung. Ihre Stimme bleibt klar, selbstbewusst und unverstellt; sie ist kein Opfer, sondern ein starkes Vorbild. Das Buch bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für den Deutsch-, Ethik- und Geschichtsunterricht sowie für die (diverse) Erziehungs- und Bildungsarbeit. Es sensibilisiert für soziale Ungleichheit und kulturelle Zugehörigkeit, ohne zu belehren – und lädt junge Leserinnen dazu ein, sich in Mias Erleben wiederzufinden oder davon zu lernen.
Weitere Infos & Material
Lachssaison 1985
Prince Rupert steht für Regen und Fischerei. Ich kannte es nie anders. Genau wie Regen war Lachs schon immer Teil meines Lebens – ob im Ozean, auf dem Herd, im Kühlschrank oder in meinem Bauch.
Die meisten Leute mögen am Sommer die Sonne, aber für die indigenen Familien an der Küste bedeutet der Sommer
vor allem eins: Lachs. Genauer gesagt: Rotlachssaison. Eine wichtige Zeit, denn in dieser verdienen viele von uns
ihren Lebensunterhalt. Auch unsere Wintervorräte legen wir im Sommer an. Unsere Kleinstadt blüht richtig auf, wenn die Native People aus den umliegenden Dörfern ankommen. Auf einmal wimmelt es auf der Third Avenue von Autos und Menschen. Die Erwachsenen haben gute Laune, wenn es wieder was zu tun gibt. Die Männer gehen im großen Stil fischen, und die Frauen – einschließlich meiner Mom und meiner Tanten – schieben rund um die Uhr Schichten in der Konservenfabrik.




