Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch
Reihe: Juristische Abhandlungen
Eine rechtsvergleichende Studie. Zugl. Habil.-Schr.
Buch, Deutsch
Reihe: Juristische Abhandlungen
ISBN: 978-3-465-02972-4
Verlag: Vittorio Klostermann
Wer ist für die Erziehung und Versorgung von Kindern zuständig, und wie werden die Kinderkosten zwischen Müttern und Vätern, der Familie und der Gesellschaft verteilt? Dieses allgemeine gesellschaftliche Problem wird durch Rechtsregeln und Institutionen unterschiedlich gelöst. Die Verteilung der Kinderkosten und Sorgearbeit hat einen wichtigen Einfluß auf soziale Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Zum weiteren Abbau der Benachteiligung von Frauen ist es deshalb nicht nur erforderlich, daß die Familienarbeit weiter umverteilt wird, sondern es ist auch nötig, die Verteilung zwischen Müttern und Vätern, der weiteren Familie und dem Sozialstaat zu überdenken und neu zu definieren.
Es werden vergleichend für vier Länder (Belgien, die BRD, Schweden und das Vereinigte Königreich) Rechtsnormen des Familienrechts, des Sozial-, Arbeits- und Steuerrechts sowie einige relevante Dienstleistungen (Kinderbetreuung und Schulausbildung) untersucht. Im Mittelpunkt des familienrechtlichen Teils stehen die nationalen Regelungen des ehelichen Güterrechts, des Erbrechts von Ehepartnem und von Kindern, Unterhaltsansprüche aufgrund der Ehe und Scheidungsunterhalt sowie Kindesunterhalt. Im sozialrechtlichen Teil werden die Familiendimension und Geschlechterordnungen in der Sozialversicherung, allgemeine Sozialleistungen fiir Familien und Kinder, die Familiendimension von Sozialhilfe- und Mindestsicherungssystemen sowie Zeitrechte von Eltern berücksichtigt. Während das Familienrecht die Kosten der Erziehung und Versorgung von Kindern privatisiert und grundsätzlich auf ein internes familienrechtliches Problem reduziert, kann das Sozialrecht diese Kosten extemalisieren und umverteilen; die Verteilungsentscheidungen von Familien- und Sozialrecht sind jedoch oft widersprüchlich, unkoordiniert und nicht mit dem Ziel des Abbaus der Benachteiligung von Frauen konzipiert.
Methodisch wurden eine eine rechtssoziologische und rechtsvergleichende Perspektive und ein interdisziplinärer Ansatz gewählt. Auf dieser Grundlage werden die Verteilungspotentiale nationaler familien- und sozialrechtlicher Institutionen intemational vergleichend bewertet und die Frage untersucht, welchen Einfluß unterschiedliche Koordinationsachsen der Sozial- und Familienpolitik darauf haben und welchen Stellenwert dabei Maßnahmen zum Abbau der Benachteiligung von Frauen einnehmen.
Zielgruppe
Juristen
Fachgebiete
- Rechtswissenschaften Recht, Rechtswissenschaft Allgemein Rechtsvergleichung
- Rechtswissenschaften Ausländisches Recht Nordeuropa (Skandinavien)
- Rechtswissenschaften Ausländisches Recht Westeuropa, Südeuropa
- Rechtswissenschaften Bürgerliches Recht Familienrecht Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht
- Rechtswissenschaften Bürgerliches Recht Familienrecht Sorgerecht, fam. Namensrecht, Abstammung
- Rechtswissenschaften Ausländisches Recht Common Law (UK, USA, Australien u.a.)




