Klose / Steininger / Schalansky | Disruptiozän | Buch | 978-3-7518-4054-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 100 Seiten, Format (B × H): 99 mm x 155 mm

Reihe: Naturkunden

Klose / Steininger / Schalansky

Disruptiozän


1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-7518-4054-5
Verlag: Matthes & Seitz Verlag

Buch, Deutsch, 100 Seiten, Format (B × H): 99 mm x 155 mm

Reihe: Naturkunden

ISBN: 978-3-7518-4054-5
Verlag: Matthes & Seitz Verlag


Die Chemie der demokratischen Gesellschaft ist in einem instabilen Systemzustand. Der ohnehin schleppende Aufbruch in sozial gerechte energetische und materielle Zukünfte scheint ausgebremst, noch ehe er richtig losgegangen war. Mehr Extraktion, mehr Verbrauch, weniger Rücksicht, weniger Ausgleich. Aber unter den ereignisgeschichtlichen Einschlägen des Moments, den Kriegen, Wahlergebnissen und reaktionären Politikwenden, liegen längere Prozesse: der Umbau des Metabolismus einer auf Verbrennung gebauten Zivilisation, komplexere chemische Prozessstrukturen, die Ausweitung des extraktivistischen Stoffregimes. Kann eine Kritik der fossilen Vernunft, kann eine neue Geoanthropologie Mensch und Planet produktiv statt destruktiv zusammen denken?

Disruptiozän liest das Erstarken rücksichtsloser Machtpolitik als Symptom für einen tiefgreifenden und folgenreichen Umbau in den Naturverhältnissen des anlaufenden Zeitalters – sei es noch ökologisch-demokratisch, oder per Dekret digital-nuklear-technokratisch. Nach der Petro- kommt die Multi-Elemente-Moderne, und die wird nicht weniger explosiv.

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Weitere Infos & Material


Klose, Alexander
Alexander Klose, 1969 in München geboren, studierte Jura, Philosophie, Kulturwissenschaft und Kunst in Hannover und Berlin. Er arbeitet als freiberuflicher Kulturforscher, Kurator und Publizist und lebt in Berlin. 2001 bis 2009 forschte er zum Prinzip der Standardcontainer und zur Entstehung der logistischen Grundordnung der modernen Welt. 2017 gründete er zusammen mit Benjamin Steininger und Bernd Hopfengärtner das Forschungskollektiv »Beauty of Oil«, das sich mit der petrochemischen Durchwebtheit des Lebens in unserer industriellen Kultur auseinandersetzt. 2021 wird die von ihm und Benjamin Steininger initiierte und ko-kuratierte Ausstellung »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen sein.

Schalansky, Judith
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

Steininger, Benjamin
Benjamin Steininger, 1974 in München geboren, ist Kultur- und Medienwissenschaftler, Wissenschafts- und Technikhistoriker sowie Kurator. Studium der Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin, 2015 Dissertation an der Universität Wien zum Katalysator als Schlüsselprinzip des 20. Jahrhunderts; 2012 bis 2016 leitete er ein partizipatives Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichischen Ölindustrie. Er ist Postdoc am UniSysCat der TU-Berlin und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. 2017 gründete er zusammen mit Alexander Klose und Bernd Hopfengärtner das Forschungskollektiv »Beauty of Oil« zur Erforschung der Komplexitäten und Widersprüche der Petromoderne. 2021 wird die von ihm und Alexander Klose initiierte und ko-kuratierte Aussstellung  »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen sein.

Alexander Klose, 1969 in München geboren, studierte Jura, Philosophie, Kulturwissenschaft und Kunst in Hannover und Berlin. Er arbeitet als freiberuflicher Kulturforscher, Kurator und Publizist und lebt in Berlin. 2001 bis 2009 forschte er zum Prinzip der Standardcontainer und zur Entstehung der logistischen Grundordnung der modernen Welt. 2017 gründete er zusammen mit Benjamin Steininger und Bernd Hopfengärtner das Forschungskollektiv »Beauty of Oil«, das sich mit der petrochemischen Durchwebtheit des Lebens in unserer industriellen Kultur auseinandersetzt. 2021 wird die von ihm und Benjamin Steininger initiierte und ko-kuratierte Ausstellung »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen sein.

Benjamin Steininger, 1974 in München geboren, ist Kultur- und Medienwissenschaftler, Wissenschafts- und Technikhistoriker sowie Kurator. Studium der Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin, 2015 Dissertation an der Universität Wien zum Katalysator als Schlüsselprinzip des 20. Jahrhunderts; 2012 bis 2016 leitete er ein partizipatives Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichischen Ölindustrie. Er ist Postdoc am UniSysCat der TU-Berlin und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. 2017 gründete er zusammen mit Alexander Klose und Bernd Hopfengärtner das Forschungskollektiv »Beauty of Oil« zur Erforschung der Komplexitäten und Widersprüche der Petromoderne. 2021 wird die von ihm und Alexander Klose initiierte und ko-kuratierte Aussstellung  »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen sein.

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr  als auch ihr Bildungsroman  wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr  erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.



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