Buch, Deutsch, Band 18, 330 Seiten, Kt, Format (B × H): 153 mm x 236 mm, Gewicht: 582 g
Österreichische Asyl- und Flüchtlingspolitik im Kalten Krieg
Buch, Deutsch, Band 18, 330 Seiten, Kt, Format (B × H): 153 mm x 236 mm, Gewicht: 582 g
Reihe: Global- und Kolonialgeschichte
ISBN: 978-3-8376-6837-7
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In Debatten um Flucht und Migration wird von Politik und Zivilgesellschaft gerne auf den Kalten Krieg als Zeit verwiesen, in der Österreich nahezu vorbehaltlos politisch Verfolgten half. Diese Erzählung hat sich tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben, ohne jedoch immer faktenbasiert zu sein. In Zeiten aufgeheizter Debatten um Flucht und Migration ist es jedoch umso wichtiger einen differenzierten Blick zu erhalten und nationale Erzählungen zu hinterfragen. Dies geschieht im vorliegend Buch unter Einbeziehung von Beständen österreichischer und internationaler Archive.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es ist das erste Buch, das bei der Analyse der österreichischen Asyl- und Flüchtlingspolitik im Kalten Krieg konsequent internationale Organisationen und nicht-staatliche Akteure einbezieht. Die Ereignisse und Entscheidungen werden mit den internationalen Rahmenbedingungen und den Interessen der involvierten Akteure in Kontext gesetzt. Damit wird aufgezeigt, wie sehr österreichische Handlungen mit globaler Flüchtlingspolitik verschränkt sind.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch versteht sich als Beitrag zu Forschungsdebatten, die österreichisch Geschichte als Teil der internationalen Geschichte sehen. Ziel ist es den oft nationalstaatlich geprägten Blick auf Österreichs Flucht- und Migrationsgeschichte aufzubrechen und die Verschränkungen mit globalen Prozessen sichtbar zu machen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Das Buch würde ich gerne mit Kolleg*innen diskutieren, die zur europäischen oder internationalen Flüchtlingspolitik forschen, da sich das Buch gut mit anderen Fluchtbewegungen im Kalten Krieg vergleichen lässt. Spannend wäre es zudem das Buch mit Aktivist*innen, die in der Betreuung von Geflüchteten engagiert sind oder waren zu besprechen. Wichtig ist es mir zudem das Buch einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen, um bestehende Narrative zu Flucht und Asyl zu kontextualisieren.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch liefert einen differenzierten Blick auf Österreichs Asyl- und Flüchtlingspolitik im Kalten Krieg jenseits nationalstaatlicher Grenzen.




