Eine Zwischenbilanz 150 Jahre danach
Buch, Deutsch, 334 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 223 mm, Gewicht: 545 g
ISBN: 978-3-534-27136-8
Verlag: wbg Edition
Das Erste Vatikanische Konzil (1869-1870) sprach dem Papst einen uneingeschränkten Primat in der Leitung der katholischen Kirche sowie 'Unfehlbarkeit' in der Ausübung seines Lehramtes zu. Die Synode stellte aber auch grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Offenbarung und natürlicher Erkenntnis an. 150 Jahre nach der Eröffnung des Konzils ziehen Theologinnen und Theologen verschiedener Generationen und Konfessionen eine kritische Zwischenbilanz: Inwiefern prägt die auf dem Ersten Vaticanum entworfene Theologie des Petrusdienstes die katholische Kirche bis heute? Wie soll der ökumenische Dialog mit den Aussagen des Konzils umgehen? Was trägt es zu aktuellen Diskussionen über Glaube und Vernunft bei? Wie beeinflusst das Konzil die Alltagskultur der katholischen Kirche in der Gegenwart?
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Kirchengeschichte
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Systematische Theologie Fundamentaltheologie, Dogmatik, Christologie
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Christliche Kirchen, Konfessionen, Denominationen Katholizismus, Römisch-Katholische Kirche
Weitere Infos & Material
Inhalt
Vorwort (Julia Knop, Michael Seewald) 7
DAS KONZIL IM KONTEXT SEINER ZEIT
„Woher der religiöse Zweifel?“. Zur Krisendiagnostik deutschsprachiger Apologeten im Umfeld des Ersten Vaticanums (Florian Baab) 11
Positionierung der Kirche in der Moderne. Hintergrund der Unfehlbarkeitsdiskussion (Klaus Schatz) 28
OFFENBARUNG, GLAUBE UND VERNUNFT
Recta ratio fundamenta fidei demonstret. Das Spannungsverhältnis von Glaube und Vernunft in der Sicht des Ersten Vaticanums (Ursula Schumacher) 53
Kommunikation der Offenbarung. Das revelatorische Prinzip von Dei filius (1870) im Vergleich zu Dei verbum (1965) (Bernhard Fresacher) 73
Vom Lehren zum Hören? Offenbarungsmodelle und Evangelisierungskonzepte im Übergang vom Ersten zum Zweiten Vaticanum (Christian Bauer) 94
Gottesbeweise, Offenbarung und propositionaler Gehalt. Über den Glauben nachdenken mit Dei Filius (Benedikt Paul Göcke) 117
DIE THEOLOGIE DES PAPSTAMTES
Päpstliche Unfehlbarkeit – oder: Dogmen als Machtworte? (Hans-Joachim Höhn) 137
Im Zeichen des Jurisdiktionsprimats (Georg Bier) 155
Der Papst – kirchenrechtlich ein absolutistischer Wahlmonarch (Thomas Schüller) 172
Der Papst als Souverän und die Kirche als Gemeinschaft. Zur dogmatischen Weiterentwicklung des Ersten Vatikanischen Konzils (Michael Seewald) 196
Synodalität von oben nach unten. Der lange Schatten des Ersten Vaticanums (Julia Knop) 217
Ecclesia docens – Ecclesia discens: Von der Hartnäckigkeit eines Vorurteils und wie man es verabschieden kann (Johanna Rahner) 233
„The Medium is the Message“. Zur medialen Selbstdarstellung des Papsttums heute (Mariano Barbato) 253
DAS KONZIL ALS ÖKUMENISCHE HERAUSFORDERUNG
Das Papstamt aus evangelischer Sicht. Ökumenische Herausforderungen des Ersten Vaticanums (Anne Käfer) 269
„Wir halten fest an der alten Verfassung der Kirche“. Ein Blick auf das Erste Vatikanische Konzil und seine Folgen aus alt-katholischer Sicht (Andreas Krebs) 288
Das Erste Vatikanische Konzil im Spiegel der rumänischorthodoxen Theologie (Daniel Benga) 304
Aufzuheben? Ökumenische Aspekte in der Rezeption des Ersten Vatikanischen Konzils (Dorothea Sattler) 318
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 333




